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Remscheid
Stadt lehnt MKS-Umzug in Berufskolleg ab

Remscheid. Kann die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn sie im geplanten Neubau des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung auch die Musik- und Kunstschule (MKS) unterbringt? Diese soll ja bekanntlich aus der Böker-Villa ausziehen, weil die Stadt das Gebäude an einen Gastronomen verkaufen möchte. Der Kaufinteressent, der die Überlegungen anstieß, ist allerdings zuletzt abgesprungen.

Auf diese Frage der CDU hat die Stadt nach langer Prüfung nun eine Antwort vorgelegt. Wie nicht anders erwartet, hält sie die Idee für "nicht geeignet".

Demnach wäre nur am Standort Hauptbahnhof Platz für beide Schulen - wenn man dort nur die Gruppen unterbringt, die jetzt in der Villa unterrichtet werden. Die Dependancen der MKS würden weiter gebraucht.

Am Standort untere Alleestraße (Fläche von SinnLeffers) sei das "bauliche Potenzial" dagegen allein mit dem Bau des Berufskollegs "ausgeschöpft". Erweiterungsmöglichkeiten für die MKS sieht die Stadt im Umfeld nicht.

Neben den Platzproblemen führt die Verwaltung auch finanzielle Argumente gegen die Idee ins Felde. 2,1 Millionen Euro, so rechnet sie vor, würde es kosten, an anderer Stelle die räumlichen Voraussetzungen zu schaffen, die es jetzt in der Bökervilla gibt. Würde man auch noch die Klassen aus den Dependancen unterbringen wollen, würden gar 4,32 Millionen fällig.

Und auch praktische Gründe führt die Stadt für ihre ablehnende Haltung ins Feld. Der Nachmittagsunterricht am Berufskolleg könnte "konfliktträchtig" mit dem Betrieb der MKS kollidieren.

Damit ist die Zukunft der MKS weiter unklar. SPD und Grüne würden sie gerne in den Räumen der Galerie unterbringen. Auch die Stadt liebäugelt mit dieser Variante, weil sie billiger wäre als ein Neubau. Einen Ratsbeschluss zu diesem Thema gibt es aber nicht.

(hr)
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