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Remscheid
Stadt macht Platz am Ebert-Platz

Remscheid. Für die Umgestaltung des Busbahnhofs liegen jetzt erste Varianten vor. Von Henning Röser

Die Politik hat lange mit den Hufen geschart, nun hat sie endlich eine konkrete Diskussionsgrundlage für die geplante Umgestaltung und Aufwertung des Ebert-Platzes. Stadtwerke und Stadtverwaltung haben zusammen mit einem Beratungsunternehmen Varianten erarbeitet, die einerseits einen funktionierenden Busbahnhof erhalten, anderseits aber auch freie Platzfläche schaffen, die nun im Sinne einer Aufwertung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verändert werden kann. Dazu soll es einen Gestaltungswettbewerb geben, bei dem Architekturbüros Ideen erarbeiten. Das Geld dafür stammt aus einem Förderprogramm des Landes. Aus diesem Topf soll auch die spätere Umgestaltung finanziert werden.

Die verschiedenen Varianten lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen. Einmal rückt der Busbetrieb in Richtung Ämterhaus: Dabei entsteht eine Freifläche zwischen 4000 und 5400 Quadratmetern mit Ausrichtung zur Alleestraße. In der zweiten Gruppe von Varianten ist die Freifläche zur Elberfelder Straße hin berechnet.

In einigen Varianten sind Änderungen in der Verkehrsführung am Rande des Platzes geplant. Weil die zum Teil recht langen Busse bis zu 25 Meter Wendeschleife brauchen, würde die Konrad-Adenauer Straße vor dem "Haus der seelischen Gesundheit" dabei nur noch als Einbahnstraße nutzbar sein.

Alle Varianten seien durch Testfahrten auf Praxistauglichkeit durchgeprobt worden, sagt Matthias Bioly, zuständig für die Verkehrsbetriebe der Stadtwerke. Auch sei darauf geachtet worden, dass genug Platz für parkende Busse bleibt. Die Fahrer vieler Linien machen auf dem Ebert-Platz ihre Pause. Hier sind auch Sozialräume. Ganz wichtig auch: Die neuen Busbahnhof-Varianten bedeuten keinerlei Einschränkung im Fahrplanangebot der Stadtwerke. Alle Linien sollen im gleichen Takt fahren wie bisher. Dies alles unter einen Hut zu bekommen, sei anspruchsvoll. Seit Sommer 2015 wurde gearbeitet.

Als nächster Schritt wird nun auf der Basis der Pläne ein städtebaulicher Ideenwettbewerb vorbereitet, sagt Stadtplaner Robin Denstorff. Darin gehe es um das ganze Gebiet des Platzes, mit Freifläche, mit Busbahnhof und auch mit dem Übergang zum Ämterhaus. Eine offene Frage hierbei: Bleibt der Fußgänger-Tunnel erhalten oder gibt es künftig eine oberirdische Querung. Auch der Bökerspark samt Villa kommt in den Blick.

Je genauer man im Vorfeld die Anforderungen der Stadt beschreibe, desto realistischer würden am Ende die Ergebnisse des Wettbewerbs, sagt Denstorff. "Wir wollen Vorschläge, die auch umsetzbar sind" Der Politik werde das gesamte Wettbewerbspaket zur Abstimmung bald vorgelegt.

Quelle: RP
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