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Remscheid
Stadt muss bis 2035 rund 700 zusätzliche Kita-Plätze schaffen

Remscheid. Die Situation in der Remscheider Kita-Landschaft ist erneut in einem großen Umbruch. Nach dem Ausbau für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren, kommt als nächste Herausforderung ein quantitativer Ausbau auf die Stadt zu. Von Solveig Pudelski

"Bis 2035 wollen wir 700 weitere Kita-Plätze schaffen", kündigt der auch für Jugend zuständige Dezernent Thomas Neuhaus an. Bis 2017/18 soll die erste Stufe bewältigt werden, rund 200 neue Plätze seien gesichert.

Auf Zuwanderung und steigende Geburtenzahlen muss sich die Stadt einstellen, weil Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für ihre Kinder haben. Akutelle Daten liegen vor. Des Weiteren ist beim Interessenbekundungsverfahren ein Bedarf an 2200 Kita-Plätzen ermittelt worden.

Neuhaus ist erleichtert, dass die Kommune nicht im Zugzwang ist, neue städtische Kitas einzurichten. Denn elf Träger, haben Interesse angemeldet, neue Einrichtungen anzubieten. Im Idealfall bringe der Träger auch gleich ein Grundstück mit ein. Fünf, sechs weitere Einrichtungen mit drei, vier Gruppen aus dem Boden zu stampfen, sei eine große Herausforderung. "Kleinere Einrichtungen sind aber betriebswirtschaftlich schwierig zu führen", sagt Neuhaus. Es gelte nun die Finanzierung zu klären, Standorte zu prüfen und mit dem Bedarf in den einzelnen Bezirken abzugleichen. Weil die Einwohnerstatistik stadtbezirksscharf geführt wird, weiß die Stadt, wann wo wie viele Kinder in die Einrichtungen drängen.

Größeren Bedarf gebe es zum Beispiel in Lüttringhausen. In einer Immobilie der evangelischen Kirchengemeinde können zum Beispiel durch ein Umbauprogramm in Kürze zusätzliche Plätze eingerichtet werden.

An der Paulstraße im Stadtteil Kremenholl steht ein Umzug an. Das bestehende sei in die Jahre gekommen. Mit der Gewag verhandele die Stadt über den architektonischen Entwurf des Ersatzbaus auf einem Grundstück sowie über die Mietkosten. Sobald das Raumkonzept stehe, geht dieser an den Landschaftverband. Die viergruppige Einrichtung wird dann zeitgemäße Räume nutzen können.

Quelle: RP
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