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Stadtfinanzen
Stadt plant Sonder-Zuschuss ab 2018 für das Orchester

Mit einem Sonderzuschuss in Höhe von 200.000 Euro, der erstmalig 2018 fließen soll und sich in den Folgejahren um 50.000 Euro erhöhen wird, sollen die Bergischen Symphoniker vor der Zahlungsunfähigkeit gerettet werden.

Diese droht schon im Juli des kommenden Jahres. Doch während die Stadt das benötigte Geld im kommenden Jahr noch im laufenden Haushalt abzweigen kann, wird ab 2018 ein Sonderzuschuss nötig, berichtete Kämmerer Sven Wiertz (SPD) gestern bei der Einbringung des Doppelhaushaltes für die Jahre 2017/2018.

Ab 2018 soll das Geld aus Einnahmen durch die Grundsteuer B finanziert werden. Heißt praktisch: Die Stadt senkt die Grundsteuer um insgesamt sechs Punkte weniger als vom Rat beschlossen, und finanziert mit diesem Geld den Sonderzuschuss. Im Grunde zahlen die Bürger also eine Orchester-Steuer.

Wiertz hat sich am Dienstag mit seinem Solinger Kämmerer-Kollegen Ralf Weeke über das Thema geeinigt. Auch Solingen muss seinen Teil des Zuschusses für das gemeinsame Orchester der beiden Städte finanzieren.

Als Grund für die finanzielle Schieflage der Orchester GmbH werden Tarifsteigerungen angeführt. Rückwirkend und aktuell soll es sich um eine Steigerung von fast zehn Prozent handeln. Für eine Gesellschaft, deren Kosten zu über 90 Prozent aus Personalkosten bestehen, sprengen diese Erhöhungen die Berechnungen des Wirtschaftsplans. Damit hat sich der 2013 stolz verkündete Plan für eine sichere Weiterfinanzierung des Orchesters als unzureichend erwiesen. Der sah Einsparungen in Höhe von 500.000 Euro im Jahr vor. Ab der Saison 2013/14 zahlte die Stadt "nur noch" einen Festbetrag von 1,65 Millionen Euro.

(hr)
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