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Remscheid
Stadt soll Rad- und Fußwegenetz verbessern

Remscheid: Stadt soll Rad- und Fußwegenetz verbessern
Die Balkantrasse ist das große Erfolgsprojekt der letzten Jahre. Nun wird intensiv über eine Verlängerung nachgedacht. FOTO: Hertgen (Archiv)
Remscheid. Politik folgt zwei Anträgen der Grünen mit der Überschrift "Verkehrswende". Keine neue Vereinsmitgliedschaft. Von Stefanie Bona

Um den Fuß- und Radverkehr vor Ort zu stärken, soll sich die Stadtverwaltung unter Berücksichtigung von Fördermitteln verstärkt für den Ausbau und die Verbesserung der Fuß- und Radwegeverbindungen einsetzen. Besondere Priorität soll dabei der Verlängerung der Balkantrasse Richtung Lüttringhausen und Richtung Müngsten eingeräumt werden. Außerdem soll die Einrichtung einer Radstation für ausleihbare Cityräder am Bahnhof Lennep geprüft werden.

Bei diesen beiden Anträgen folgten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses mehrheitlich dem Vorschlag der Fraktion der Grünen. Nicht einverstanden waren CDU und SPD jedoch mit der Anregung, dem Verein "Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen" (AGFS) beizutreten. Dafür wären nämlich 2500 Euro Mitgliedsbeitrag pro Jahr fällig. Entsprechende Aktivitäten seien von der Verwaltung ohnehin gefordert, daher könne man sich dieses Geld sparen, urteilten Tanja Kreimendahl (CDU) und York Edelhoff (SPD) einhellig.

David Schichel (Grüne) wollte dieses Argument nicht gelten lassen. Die Stadt Remscheid sei gerade dabei, "eine Entwicklung zu verschlafen", bei der anderen Städte schon sehr viel weiter seien. Schließe man sich dem Netzwerk an, könne man für einen vergleichsweise geringen Betrag auf sehr viel Know-how und Unterstützung zurückgreifen. Wenn es dadurch gelänge, größere Summen an Fördergeldern zu akquirieren, könne man bei den gesteckten Zielen einen entscheidenden Schritt weiterkommen. Im letzten Jahr seien zehn Millionen EU-Fördermittel zur Förderung des Radwegausbaus nicht abgerufen worden. "Wenn wir davon nur 100.000 Euro bekommen hätten, hätten wir die Radbrücke am Lenneper Bahnhof schon", zeigte Schichel auf.

Quelle: RP
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