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Remscheid
Stadt will keinen Festplatz im Gewerbegebiet Lennep

Remscheid. Einen entsprechenden Vorstoß der Wählergemeinschaft lehnt Stadtplaner Denstorff in der BV Lennep mit Hinweis auf wegfallende Verkaufserlöse ab. Von Stefanie Bona

Die Grundstücke acht, neun und zehn im Gewerbegebiet am Lenneper Bahnhof sind noch nicht verkauft. Diese Nachricht aus der Verwaltung nahm Roland Kirchner (W.i.R.) zum Anlass, die nach wie vor fehlende Alternative für die Brauchtumsveranstaltungen in Lennep bei der Sitzung der Bezirksvertretung ins Gespräch zu bringen. "Dort oben könnte man einen Festplatz für Lennep etablieren", schlug er vor. Er habe im Vorfeld mit den Vereinsvorsitzenden gesprochen, deren Veranstaltungen auf dem Lenneper Kirmesplatz dem Bau des DOC-Parkhauses werden weichen müssen. "Sie können sich mit dieser Idee anfreunden."

Mit 13.500 Quadratmetern wäre die Fläche geeignet. Er wisse, dass die Stadt die Robert-Schumacher-Straße für die Veranstaltungen präferiere. "Das wird aber nicht spannungsfrei abgehen, wenn vier Mal im Jahr die Straße gesperrt werden muss", erinnerte er an die Querelen der Vergangenheit, wo sich der Eigentümer der umliegenden Gewerbeimmobilien mit dieser Lösung nicht einverstanden erklärte. Klaus Grunwald (SPD) brachte gar einen Flächentausch im Zug des Neubaus für die Freiwillige Feuerwehr ins Gespräch. Dies sei möglicherweise eine Option, um die Fortführung des Radwegs doch noch zu realisieren. Wie berichtet, kommt das neue Domizil des Löschzugs Lennep diesem Ansinnen in die Quere, wenn es wie vorgesehen direkt am Eingang zum neuen Gewerbegebiet gebaut wird.

Der Verwaltungsvorstand verfolge andere Ziele, sagte indes Stadtplaner Robin Denstorff. Die Stadt befinde sich aktiv in der Vermarktung der noch zur Verfügung stehenden Plätze. Denn die Schaffung neuer Gewerbeflächen und damit die Sicherung von Arbeitsplätzen habe Priorität, wobei bei den betreffenden Grundstücken der Emissionsschutz beachtet werden müsse. Außerdem sei bei einem Quadratmeterpreis von rund 80 Euro die Einnahme für die Stadtkasse auch nicht zu verachten. Wenn diese Flächen seit eineinhalb Jahren nicht nachgefragt werden, könne es mit dem Druck zur Schaffung gewerblicher Flächen nicht so weit her sein, entgegnete Roland Kirchner. Und fehlende Verkaufserlöse belasteten den Haushalt nicht, würden sie doch sowieso nur zur Schuldentilgung verwendet. Bezirksbürgermeister Markus Kötter erinnerte an das Versprechen des Oberbürgermeisters, die Frage eines geeigneten Platzes für die Brauchtumsfeste im ersten Quartal 2016 zu klären.

Quelle: RP
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