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Remscheid
Stadt will Theater und Museum einheizen

Remscheid: Stadt will Theater und Museum einheizen
Wenn das Teo Otto Theater eine neue Heizanlage erhielte, würden die Heizkosten sinken - das könnte sich auf längere Sicht auszahlen. Solche möglichen Investitionen hat die Stadt derzeit im Blick FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Für die Verwendung der Millionenhilfe vom Bund gibt es im Rathaus viele Ideen. Effizienz ist wichtig, wie beim Heizen. Von Henning Röser

"Wir hätten auch gut 18 Millionen Euro ausgeben können", sagt Kämmerer Sven Wiertz (SPD). Nach einem Beschluss des Landtages in der vergangenen Wochen ist der Remscheider Anteil an den Millionen aus dem "Kommunalinvestitionsfördergesetz" wie berichtet deutlich kleiner ausgefallen als erhofft.

Etwas über sieben Millionen Euro kann die Stadt inklusive ihres Eigenanteils von zehn Prozent insgesamt investieren. Die Verwaltung will dem Rat bald eine Liste mit den dringlichsten Projekten vorlegen. Ein wichtiges Kriterium sei dabei die Nachhaltigkeit, sagte Wiertz.

Ein Beispiel: Reparaturen an der Fassade der Albert-Einstein-Gesamtschule stehen sowieso an. Ertüchtigt man das Gebäude im Rahmen dieser Arbeiten auch energetisch, ergeben sich langfristige Einsparungen bei den Energiekosten für die Folgejahre. Für das Teo Otto Theater oder das Werkzeugmuseum könnten neue Heizsysteme eingebaut werden. Ins Spiel gebracht hat TBR-Betriebsleiter Michael Zirngiebl zuletzt auch Investitionen in das Straßennetz. Das Programm nennt Lärmschutz im Verkehr als möglichen Investitionszweck.

"Wir werden bei jedem Projekt auch die langfristigen Auswirkungen auf den Haushalt herausstellen", sagt der Kämmerer. Ähnlich wie beim Konjunkturpaket II sieht Wiertz auch einen positiven Effekt auf die heimische Wirtschaft. Schon damals wurde ein Großteil der Aufträge an heimische Unternehmen vergeben.

Derzeit befindet sich die Stadt in Gesprächen mit der Bezirksregierung in Düsseldorf über weitere Investitionsvorhaben, die dann mit Krediten finanziert werden könnten. Eigentlich ist der Rahmen für Remscheid als hoch verschuldete Kommune mit 4,5 Millionen Euro maximaler Investitionssumme eng gesteckt. Doch auch in Düsseldorf hat man erkannt, dass die historisch niedrige Zinsphase ein guter Moment sein könnte, um die seit Jahren fast zum Erliegen gekommene Investitionstätigkeit der Kommunen ohne zu großes Risiko wieder anzukurbeln. Es gehe bei diesen Gesprächen nicht um eine generelle Freigabe für die Stadt, betont Wiertz. Vielmehr würde man mit der Aufsichtsbehörde Einzelprojekte durchsprechen. So könnte vielleicht doch noch das ein oder andere der Projekte aufgegriffen werden, die für den Fall auf der Liste standen, dass mehr Geld aus dem Topf des Bundes nach Remscheid geflossen wäre als es jetzt geschehen ist.

Quelle: RP
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