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Remscheid
Stadt will Zahl der Discounter nicht deckeln

Remscheid. Gesteuert werden über das Einzelhandelskonzept die Orte der Ansiedlungen. Den Rest soll der Markt regeln.

Wann ist aus Sicht der Verwaltung in Remscheid der Bedarf an Einkaufsmärkten von Discountern wie Lidl, Penny oder Aldi gedeckt? Das wollte SPD-Bauexperte York Edelhoff jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung von Stadtplaner Robin Denstorff wissen.

Aufhänger für Edelhoffs Anfrage: Die jüngste Ansiedlung eines Marktes in der Nähe des Amtsgerichts. Dort, so hatte der Architekt beobachtet, sei, was das Kundenaufkommen angehe, "wenig los".

Denstorff machte klar, dass die Stadt nicht beabsichtige, bei der quantitativen Entwicklung solcher Märkte "einen Deckel drauf" zu machen. Dies sei vielmehr eine Frage von Angebot und Nachfrage. Der Markt regele von selber, wann ein Bedarf gedeckt sei.

Sehr wohl aber versucht die Stadt zu regeln, wo im Stadtgebiet sich Märkte ansiedeln. Im neu erstellten Einzelhandelskonzept für die Stadt werden die Bereiche definiert, wo man sich Ansiedlungen von Discountern oder größeren Verbrauchermärkten wünscht und solche, wo man sie für schädlich hält. So soll verhindert werden, dass ein unkontrollierter Wildwuchs entsteht.

Dazu sind immer wieder auch politische Entscheidungen notwendig. So hat die Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid erst in der vergangenen Woche beschlossen, einen Bebauungsplan für zwei große Flächen im Bereich Kipperstraße (Nordstraße/ Haddenbacher Straße aufzustellen. Damit soll verhindert werden , dass sich dort weitere Supermärkte ansiedeln. Den Grundstücksbesitzern dort liegen schon Angeboten von Investoren vor. Der Bereich grenzt unmittelbar an den Teil der Innenstadt, der im Einzelhandelskonzept als zu schützender "zentraler Versorgungsbereich" definiert ist. In diesem Bereich liegt auch der Markt am Amtsgericht.

(hr)
 
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