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Unterstützung
Clearingzentrum erhält großzügige Spende

Remscheid. Zur Anschaffung neuer Möbel für das Aufnahme- und Clearingzentrum Waldhof, das zurzeit saniert wird, überreichte gestern Max Peter Schmitz eine Spende von rund 12.000 Euro an Geschäftsführerin Silke Gaube. Der Pensionär hatte bei seiner Verabschiedung auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden gebeten.

Fast sechs Jahre ist es her, dass Max Peter Schmitz (70) Ende 2010 als ehemaliges Vorstandsmitglied der Sparkasse verabschiedet wurde. "Statt der üblichen Geschenke zum Ruhestand, hatte ich mir überlegt, um Spenden für einen guten Zweck zu bitten", erzählt Schmitz.

Der gute Zweck war, dank Vorstandskollege Ulrich Gräfe, Vorsitzender der Walter-Frey-Stiftung und Gesellschafter des Aufnahme- und Clearingzentrums, schnell gefunden und die Spenden flossen zahlreich. "Es waren etwa 100 Spender, die Beträge zwischen 20 bis zu 1300 Euro gespendet haben", berichtet der 70-Jährige. Ein Betrag von 12.250 Euro kam zusammen, den Schmitz zunächst zweckgebunden an die Stiftung übergab. Doch dann tat sich nichts. "Wir haben jetzt sechs Jahre lang wie eine Glucke auf den Eiern gesessen, weil wir nicht wussten, was mit dem Zentrum passieren würde", erklärte Gräfe. Für eine grundlegende Sanierung der in die Jahre gekommenen Häuser fehlte der Stadt das Geld, ein anderer Standort war nicht so leicht zu finden. Denn "der Waldhof ist optimal für die Aufgabe geschaffen, Schutz und Schutzraum für Kinder in Notlage zu bieten", sagt Gaube. Nun ist, wie bereits bekannt, im Frühjahr ein Immobilieninvestor eingestiegen, der das Gelände von der Stadt gekauft hat und die Häuser für die Betreiber und künftigen Mieter der EJBL sanieren wird. "Die Zusammenarbeit mit dem neuen Investor klappt wunderbar", freut sich Gaube. Doch durch die Umbauarbeiten muss auch die komplette Inneneinrichtung des Zentrums erneuert werden. Rund 110.000 Euro werden dafür benötigt.

Im April startete die EJBL daher eine Spendenkampagne. Einiges an Geld sei schon eingegangen, doch Spendenaktionen und Gelder zu sammeln, sei heutzutage sehr schwer. "Es ist eine wirklich mühselige Arbeit", bekannte die Geschäftsführerin.

Umso glücklicher sei sie daher, nun eine größere Spende zu erhalten. Immerhin sind es rund zehn Prozent von der benötigten Gesamtsumme. "Größere Spenden sind für uns ein Segen."

Die Spendenkampagne wird offiziell bis Ende August fortgesetzt. Doch auch darüber hinaus ist jede Spende willkommen. Denn von ihrem Spendenziel in Höhe von 110.000 Euro sind die Beteiligten noch weit entfernt. Knapp 30.000 Euro haben sie bislang gesammelt.

Doch Silke Gaube gibt sich zuversichtlich und hofft auch beim Sommerfest im Waldhof am 27. August auf viele spendenfreudige Besucher.

Cristina Segovia-Buendía

Quelle: RP
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