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Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium
Fußballturnier verbindet die Nationen

Remscheid. Ein Fußballturnier als Schlüssel zur Integration: Kein neues Konzept aber wirksam, wie gestern Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, mit ihrem One-World-Fußballturnier im Stadtpark unter Beweis stellten.

Rund 70 Schüler und Lehrer, darunter auch die 17 Schüler der Seiteneinsteigerklasse, der One-World-Class, tobten sich gestern in gemischten Teams auf dem Platz aus. Drumherum viele Mitschüler und Kollegen, die die Teams fleißig anfeuerten.

Eine optimale Gelegenheit um besser mit "den Neuen" in Kontakt zu treten und sich bei sportlichen Aktivitäten besser kennen zu lernen, dachte sich die Schülerschaft, von der diese Idee ausging.

Seit Januar gibt es die Seiteneinsteigerklasse, die aktuell aus 17 zehn bis 17-Jährigen aus sechs verschiedenen Nationen (Afghanistan, Iran, Kroatien, Polen, Serbien und Syrien) besteht. Der Zusammenhalt untereinander sei schon groß, berichtete Florian Finkler, Klassenlehrer der One-World-Class. Zur besseren Vernetzung im Schulalltag haben diese Schüler einen Paten bekommen, Oberstufenschüler, die ihnen helfend zur Seite stehen und mit denen sie auch gestern gemeinsam im Team spielten. In Eigenregie hatte das Team der Schülervertretung (SV) das Turnier unter dem Motto "Respekt - Kein Platz für Rassismus", mit Unterstützung der Industriegewerkschaft (IG) Metall, organisiert. Gespielt wurde mit acht Teams zu je sieben Spielern. Außer in den Mannschaften der Lehrer und der SV, waren in jedem Team mindestens zwei Schüler der One World Class mit ihren Paten vertreten. Referendar Yves Mokwa, Sportlehrer der One-World Class, und sein Kollege Florian Finkler ließen es sich natürlich nicht nehmen und waren mit von der Partie. Für sie als zuständige Lehrer der One-World-Class sei es eine besondere Herausforderung mit Menschen verschiedenen Nationen und unterschiedlichen Kulturen zusammenzuarbeiten, sagte Finkler. "Aber auch sehr bereichernd." Einige ihrer Schüler, mit ausreichenden Sprachkenntnissen nehmen bereits an einigen Stunden des Regelunterrichts teil. "Kurzfristig ist es unser Ziel, die Schüler in den normalen Unterricht zu integrieren", erklärte Finkler. Langfristig bleibe abzuwarten, ob die nötigen Qualifikationen erreicht werden.

Christina Segovia-Buendia

Quelle: RP
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