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Planspiel
Politik-Nachwuchs besucht den Bundestag

Remscheid. Die Remscheider Schülerin Faiza El Bouaazzati (17) und die Studentin Evi Müller (19) nahmen jetzt am viertägigen Planspiel "Jugend und Parlament" des Deutschen Bundestages teil. Mehr als 300 Jugendliche hatten die Möglichkeit, in die Rolle von Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu schlüpfen und den Weg der Gesetzgebung im kleinen, aber realistischen Format nachzuspielen und nachzuvollziehen. El Bouazzaati und Müller wurden von den bergischen Bundestagsabgeordneten Dr. Mathias Höschel und Jürgen Hardt für das Planspiel ausgewählt. Die Jugendlichen bekamen zu Beginn der Veranstaltung einen fiktiven Lebenslauf und eine Parteizugehörigkeit zugelost.

Der nachgestellte Bundestag bestand aus den fiktiven Parteien "Partei für Engagement und Verantwortung" (PEV) und der "Partei für Gerechtigkeit und Solidarität" (PGS), die die Regierungskoalition bildeten, sowie der starken Oppositionspartei "Bürgerliche Bewahrungspartei" (BBP). Faiza und Evi gehörten beide der Oppositionspartei an.

In verschiedenen Ausschüssen wurde über unterschiedliche Gesetzesentwürfe der Regierung beraten. Ein besonders kontrovers diskutiertes Thema war unter anderem die Frage, ob Deutschland mehr Einsatzkräfte in das fiktive Land Sahelien entsenden soll. Obwohl eigentlich alle dafür waren, gab es große Meinungsunterschiede in der Umsetzung, auch innerhalb der Parteien.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war die anschließende Debatte im Plenarsaal. "Es war eine besonders große Ehre, im Plenarsaal sitzen und diskutieren zu dürfen, zumal dieser in der Regel nur den echten Abgeordneten zur Verfügung steht", beschreibt El Bouazzaati. Die Sitzung wurde von Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer eröffnet, anschließend folgte eine Debatte, in der die Jugendlichen ihre Reden halten durften und die vorbereiteten Gesetze zur Abstimmung kamen.

Zum Abschluss der Veranstaltung verabschiedete Bundestagspräsident Norbert Lammert die Jugendlichen, die sich nach den Tagen in Berlin darin bestärkt sahen, sich auch zukünftig politisch zu interessieren und zu engagieren.

Die Teilnehmer hatten sich im Frühjahr bei einem Abgeordneten beworben, der sie dann für das Planspiel angemeldet hat.

(red)
 
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