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Ehrung
Straße in Bayern erinnert an die Parat-Gründer

Remscheid. Seit 1. März gibt es in Neureichenau die "Schönenbach Straße". Sie zweigt in Schachtlau von einer Kreisstraße Richtung Parat-Werk ab und verläuft im Betriebsgelände - es ist eine Würdigung der Unternehmerfamilie Schönenbach aus Remscheid, die den Betrieb in Neureichenau angesiedelt hat.

Die Einführung der Straßenbezeichnung geht zurück auf einen Gemeinderatsbeschluss in Neureichenau. Ihm lag eine Anregung von Martin Kremsreiter zugrunde, dem Geschäftsführer der Parat Beteiligungs-GmbH. Er verwies darauf, dass der Name Schönenbach durch das Ausscheiden des früheren Eigentümers mehr und mehr an Präsenz in Verbindung mit der Firma Parat verliere. Mit einer Straßenbenennung könnte man an die "menschlichen und unternehmerischen Ausnahmepersönlichkeiten Schönenbach" erinnern und sie für ihr Lebenswerk in Neureichenau ehren.Damit rannte Kremsreiter beim Gemeinderat "offene Türen ein". In seinem Beschluss brachte das Gremium die herausragenden Verdienste der Familie Schönenbach an der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung und damit dem Wohlergehen der Gemeinde Neureichenau zum Ausdruck. Heinz Schönenbach hat sich 1961, zusammen mit seinem Bruder Georg Schönenbach, für die Ansiedlung in der Bayerwaldgemeinde entschieden und mit der Fortentwicklung des Betriebes die Grundlagen für die heutige Firma Parat geschaffen. Von der Gründer-Generation lebt nur noch Heinz Schönenbach. Ihn besuchten nun Martin Kremsreiter, Frank Peters, Thomas Kritzenberger und Heinrich Krieg von der Firma Parat, zusammen mit Bürgermeister Walter Bermann und Altbürgermeister Alfons Hellauer, in seiner Heimatstadt Remscheid.

Dort erwartete sie ein geistig hellwacher Firmengründer, Neureichenauer Ehrenbürger und neuerdings "Straßeninhaber" gemeinsam mit seinem Sohn Richard - sie bereiteten den Gästen einen überaus herzlichen Empfang. In freundschaftlicher Atmosphäre erlebte die Delegation aus Neureichenau, dass Heinz Schönenbach immer noch die guten betrieblichen und persönlichen Erinnerungen an Neureichenau wach hält. Mit Alfons Hellauer, der damals als Bürgermeister zusammen mit dem Gemeinderat für die rechtlichen Voraussetzungen bei baulichen Erweiterungen sorgte, verbinde ihn eine "langjährige Freundschaft". Heinrich Krieg war enger Vertrauter und in seiner leitenden Funktion gewissermaßen "die rechte Hand vor Ort". Nicht vergessen wurden beim Besuch auch die Verdienste des damaligen Pfarrers Rudolf Braun, der damals das Pfarrheim als erste Produktionsstätte zur Verfügung stellte.

Walter Bermann skizzierte mit einer Urkunde die Gründe für die neue Schönenbach Straße: "Die Brüder Schönenbach hatten durch die Ansiedlung und den Bau der Lederwarenfabrik Bürgern und Bewohnern des Grenzraumes eine Arbeits- und Verdienstmöglichkeit gegeben. Sowohl die soziale Stellung der Arbeiter als auch das Ansehen und die Bedeutung der Gemeinde haben sich seit der Betriebsansiedlung wesentlich gehoben." Der Ort und die Gemeinde Neureichenau seien auch als Wohngemeinde attraktiv geworden. Die Firmeninhaber hätten darüber hinaus der Gemeinde das Grundstück für das Naturbad kostenlos zur Verfügung gestellt und mit ihren beiden Wohnhäusern auch die persönliche Verbundenheit zu Neureichenau bewiesen. Die Gemeinde habe zwar, so Bermann weiter, die Verdienste der Schönenbachs bereits im März 1977 mit der Verleihung der Ehrenbürgerrechte gewürdigt. Mit der Straßenbenennung könne aber die dauerhafte Verbindung der Familie Schönenbach mit der Firma Parat sichergestellt, deren außergewöhnlichen Verdienste für Neureichenau gewürdigt in Erinnerung und in Ehren gehalten werden. Als symbolisches Zeichen durfte Heinz Schönenbach ein Straßenschild entgegennehmen. Ludwig Süß

Quelle: RP
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