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Remscheid
Stadtplaner: kein "Sorglos-Paket" für Rathausumfeld Lüttringhausen

Remscheid: Stadtplaner: kein "Sorglos-Paket" für Rathausumfeld Lüttringhausen
Stadtplaner Robin Denstorff dämpft die Erwartungen. FOTO: Moll
Remscheid. Von den 100.000 Euro, die im städtischen Haushalt für eine Aufwertung der Rathausumgebung in Lüttringhausen zur Verfügung stehen, sollen der kleine Park an der Ecke Gertenbach-/Kreuzbergstraße und der Vorplatz des historischen Rathauses erneuert werden. Diese beiden Projekte favorisieren jedenfalls die etwa 25 Bürger, die sich im örtlichen Ratssaal über die Vorschläge der Stadtverwaltung informieren ließen.

Die Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen, um die Bürgerschaft an der Entscheidung zu beteiligen. Denn ob des begrenzten Etats steht fest: "100.000 Euro sind kein Betrag, mit dem man ein ,Rundum-Sorglos-Paket' finanzieren kann", sagte Stadtplaner Robin Denstorff. Alles, was über diese Summe hinausginge, bedürfe politischer Beschlüsse und stehe in Konkurrenz zu den Wünschen anderer Stadtteile. Also müsse man Prioritäten setzen. Gleichwohl sollte heute schon ein Planentwurf für das gesamte Areal aufgestellt werden, um weitere Veränderungen in Zukunft "modular weiterzuentwickeln".

Eine klare Absage erteilten die Bürger der Idee, im Rathaus-Hinterhof neue, extra-breite Parkplätze anzulegen. Gerda Ziemek verwies auf die Vielzahl von Stellplätzen, die durch die Zentralisierung des Einzelhandels in Rathausnähe entstanden sind. "Mehr brauchen wir nicht. Da sollten wir lieber mit dem Geld etwas für Kinder gestalten und für mehr Grün sorgen", wandte die Lüttringhauserin ein und stand mit dieser Meinung nicht alleine.

Für die Neugestaltung des Parks werden Kosten von rund 60.000 Euro veranschlagt. Dieser Betrag reduziert sich um etwa 12.000 Euro, die Marcus Weber, Inhaber der Fleischerei Nolzen, für die Wiederherstellung des Abschnitts der Grünanlage aufwenden muss, der durch den Neubau seines Geschäftes im oberen Teil der Anlage in Mitleidenschaft gezogen wurde. Für weitere 50.000 Euro könnte dann der Rathausvorplatz umgestaltet werden. Auch einen Fußweg von der Rathausrückseite zur Kreuzbergstraße sollte das Budget noch möglich machen.

Sollte die Bezirksvertretung bei ihrer nächsten Sitzung im Juli diese Vorgehensweise absegnen, können die Arbeiten ausgeschrieben, Angebote geprüft und Aufträge vergeben werden. Ein Baustart vor 2017 sei bei begrenzten personellen Kapazitäten und vor dem Hintergrund zahlreicher weiterer Bauprojekte im Stadtgebiet aber unrealistisch, betonte Dirk Buchwald von den Technischen Betrieben.

Stephan Jasper vom Heimatbund-Vorstand mahnte nachdrücklich, dass man Unternehmer Marcus Weber nicht zumuten könne, noch länger mit den von ihm verlangten Arbeiten zu warten. "Er wird zunehmend häufig von seinen Kunden angesprochen, die fragen, wann der Park denn endlich wieder in Ordnung gebracht wird", berichtete Jasper.

(bona)
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