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Remscheid
Stadtspitzen suchen nach Kultur-Zukunftsmodellen nach 2029

Remscheid. Die Oberbürgermeister von Remscheid, Solingen und Wuppertal reagierten gestern auf den Bericht unserer Redaktion über die Pläne für ein gemeinsames Orchester und Theater im Städtedreieck: In einer gemeinsamen Presseerklärung betonen sie, dass die Existenz der Bergischen Symphoniker nicht in Frage gestellt werde. Die Informationen würden aus einem internen, nicht abgestimmten Arbeitspapier stammen, das nicht die Haltung der drei bergischen Oberbürgermeister wiedergebe. Dennoch räumen Tim Kurzbach (Solingen), Burkhard Mast-Weisz (Remscheid) und Andreas Mucke (Wuppertal) ein, es gelte bereits jetzt zu bedenken, wie die Zeit nach 2029 gestaltet werden kann, dem Zeitpunkt also, wenn der Vertrag zur Zukunftssicherung und Bestandsgarantie der Bergischen Symphoniker ausläuft.

"Schon heute muss bedacht werden, wie der öffentliche Kulturraum insgesamt im Bergischen in Zukunft aussehen kann, damit unsere kulturellen Einrichtungen langfristig in ihrer Existenz gesichert werden können." Allerdings gebe es noch keine verbindlichen Festlegungen. Noch gehe es um Modelle, die nebeneinander zu prüfen sind. Deshalb würden und werden Gespräche zur Frage geführt, wie die künstlerische Leitung des Teo Otto Theaters nach dem Ausscheiden des Remscheider Kulturdezernenten Dr. Christian Henkelmann (Januar 2018) wahrgenommen wird. Es sei die Pflicht, strategische Überlegungen über Wahlperioden hinaus anzustellen. "Langfristig müssen wir die Kooperation ausbauen, um ein qualitativ hochwertiges Kulturangebot im Bergischen Land langfristig zu sichern.

Dies schließt ausdrücklich unter anderem einen Orchesterbetrieb auf A-Niveau und eigenständige hochwertige Schauspiel- und Opernproduktionen ein", heißt es in der Erklärung. Auch mittelfristig seien verstärkte Kooperationen überlegenswert. Ein gemeinsames "Bergisches Kulturangebot/ Kulturabo" sei bereichernd, wobei die Selbstständigkeit der Museen und Theater bewahrt werden solle.

(pd)
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