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Remscheid
Stadtwerke stellten 2015 rund 1200 mal den Strom ab

Remscheid. Wenn Kunden ihre Rechnung nicht bezahlen können, wird aber zunächst nach Lösungen gesucht. Von Henning Röser

Mit 1195 Stromsperrungen lag Remscheid im vergangenen Jahr leicht über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Dies geht aus der Antwort der Stadt auf eine Anfrage der Linken für den Sozialausschuss hervor. Ein Teil der Sperren hat allerdings nicht mit Stromschulden zu tun. Vermieter lassen schon mal den Strom in leer stehenden Wohnungen sperren.

Als vorbeugenden Ansatz gegen zu hohe Energiekosten bieten die Stadtwerke Energieberatungen an, heißt es weiter. Sowohl auf der Internetseite der EWR als auch in persönlichen Gesprächen mit Beratern können sich Kunden Tipps holen, wie sie ihren Verbrauch und damit ihre Ausgaben senken können.

Gleichzeitig unterstützen die Stadtwerke finanziell das Projekt "Stromsparcheck plus" der Caritas. Ein Team von vier Experten berät Haushalte mit geringem Einkommen, wie sie ihre Stromkosten senken können. Beim Besuch in der Wohnung nehmen sie sich Zeit, schauen sich die Einstellung der Kühlschranks oder des Warmwasserboilers an, prüfen die Glühbirnen in den Lampen. Nach einer Analyse der Stromfresser bringen sie beim zweiten Besuch erste Hilfe mit. Energiesparlampen etwa oder andere Duschköpfe.

Das Besondere der Aktion: Die Hilfe kostet die Kunden nichts, auch die Ersatzteile müssen sie nicht bezahlen. Teilweise gibt es auch Hilfe bei der Neuanschaffung eines sparsameren Haushaltsgerätes.

Bei der Einforderung von Zahlungsrückständen arbeiten die Stadtwerke eng mit dem Jobcenter zusammen. Ratenzahlungen sind eine Lösung. Wichtig sei, dass sich die Kunden früh melden, wenn Zahlungsengpässe drohen.

Quelle: RP
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