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Remscheid
Startklar für Ausflug in den Frühling

Remscheid. Fahrlehrer Manfred Lüttenberg erklärt, was Motorradfahrer bei der ersten Spritztour nach dem Winter beachten sollten. Von Hagen Thiele

Mit dem Frühlingserwachen erwacht bei Motorradfreunden auch wieder die Lust, das Bergische Land auf zwei Rädern zu erkunden. Nach einigen Monaten Winterpause sollten Mensch und Maschine es bei den Spritztouren allerdings erst einmal ruhiger angehen lassen. Wie der Start in die neue Motorradsaison gut gelingt, verrät Fahrlehrer Manfred Lüttenberg.

"Es ist falsch, wenn man glaubt, nach so einer langen Pause gleich wieder die Schräglagen aus dem Vorjahr fahren zu können", meint Lüttenberg. Man müsse sich erst einmal wieder an das Fahrverhalten der Maschine gewöhnen und ein Gefühl für sie entwickeln. Der Experte rät Motorradfahrern am besten erst einmal auf einem ruhigen Platz zu starten, wo man andere Verkehrsteilnehmer nicht unnötig behindert. Dort könne man sich ungestört aufs Neue mit dem Bremsverhalten der Maschine vertraut machen. Auch Slalomfahren sei sinnvoll, um sich wieder an die Kurvenlage zu gewöhnen. Ideal sei laut Lüttenberg die Teilnahme an einem Sicherheitstraining. Doch selbst dann ist die Schutzkleidung unverzichtbar. "Auch wenn es wieder wärmer wird, sollte man auf keinen Fall ohne sie fahren", sagt der Fahrlehrer. Die Maschine bedarf nach der langen Standzeit einem kleinen Basischeck. Laut Lüttenberg sei es sinnvoll, das Motorrad von unten nach oben durchzugehen. Dazu gehört eine Begutachtung der Reifen und des Luftdrucks. Danach folgt ein Check der Bremsen und anschließend werden alle Flüssigkeitsstände überprüft. Eventuell muss das Öl gewechselt werden. Damit es im Frühjahr kein böses Erwachen gibt, kann man bereits bei der Lagerung Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Zunächst sollten die Flüssigkeitsstände kontrolliert und gegebenenfalls aufgefüllt werden. Insbesondere der Tank sollte komplett gefüllt sein. Andernfalls kann sich Kondenswasser bilden.

Um die Reifen bei der langen Standzeit zu schützen, sollte der Druck erhöht werden. Außerdem empfiehlt es sich, das Vorderrad zu entlasten oder das Motorrad komplett auf einem Hauptständer aufzubocken. Sollte das nicht möglich sein, gibt es einen anderen Trick. "Sonst hilft es auch, wenn man das Motorrad ab und zu bewegt, damit die Räder nicht immer an der gleichen Stelle Belastung erfahren", sagt Lüttenberg. Die Batterie kann entweder über ein Ladegerät gespeist werden oder man baut sie aus. Der Ausbau ist vor allem sinnvoll, wenn die Maschine irgendwo ungeheizt untergebracht ist.

Quelle: RP
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