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Remscheid
Stefanie Hertel soll schön und sicher singen

Remscheid: Stefanie Hertel soll schön und sicher singen
Wirt am Samstag beim Sachsentag erwartet: Stefanie Hertel. FOTO: dpa
Remscheid. 3000 Besucher werden am Samstag beim Auftritt von Stefanie Hertel erwartet. Das wirft Sicherheitsfragen auf. Von Wolfgang Weitzdörfer

Eine doppelte Premiere erwartet die Lenneper am Samstag: Beim ersten Sachsentag in der Lenneper Altstadt tritt Schlagersängerin Stefanie Hertel erstmals in NRW auf. Mehrere tausend Menschen werden zum wohl publikumsträchtigsten Event des Lenneper Sommers erwartet (Eröffnung um 15 Uhr). Ausrichter des Lenneper Sommers mit seinen vielen Einzelveranstaltungen sind die Lenneper Vereine, Hertel wird vom Fallschirmspringerclub (FSC) präsentiert.

Klaus Mathies vom FSC geht von etwa 3000 Besuchern am Samstagabend aus. Die Schlagersängerin ist gemeinsam mit ihren Musikern im Hotel Mercure am Jägerwald untergebracht. Bevor sie aber am Samstag um 19.30 Uhr das Mikro in die Hand nimmt, haben Veranstalter und Ordnungsamt viel zu tun, damit Stefanie nicht nur schön, sondern auch sicher singt. "Zunächst einmal musste uns der Veranstalter ein Sicherheitskonzept vorlegen, in dem er detailliert aufschlüsselt, wie er den Tag, die Veranstaltung sicher über die Bühne zu bringen gedenkt", erklärt Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann. Dazu gehöre auch ein Sicherheitsdienst, den der Veranstalter zu stellen hat.

Der darf eine gewisse Mindestgröße nicht unterschreiten. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Toilettenfrage, sagt Beckmann weiter: "Die Veranstalter haben das Problem gemeinsam mit der Gastronomie rund um den Alten Markt wunderbar gelöst. Die Wirte haben sich bereiterklärt, den Gästen ihre sanitären Anlagen gegen ein kleines Entgelt zur Verfügung zu stellen." Aber auch die öffentliche Toilette in der Altstadt muss genutzt werden können, wie der Ordnungsamtsleiter weiter erklärt. "Die öffentliche Toilette ist ja nicht bewirtschaftet. Sie wird am Sachsentag geöffnet sein, vom Veranstalter muss aber eine Bewirtschaftung gewährleistet werden. Damit sie nicht nach dem dritten Toilettengänger schon nicht mehr benutzbar ist."

Die Love-Parade-Katastrophe von Duisburg im Jahr 2010 ist nach wie vor in den Köpfen der Menschen. Entsprechend sind auch die Sicherheitsvorgaben bei Großveranstaltungen strikter geworden. Das betrifft vor allem Rettungswege. "Bei der Planung der Bühnenaufbauten müssen sie für Feuerwehr und Notärzte eingeplant und frei gehalten werden", sagt Beckmann. "Auch dass die Altstadt vor Menschen überquillt, muss einkalkuliert werden. Für diesen Fall müssen die Veranstalter Absperrmaterialien an den Veranstaltungsort bringen." Das Ordnungsamt wird mit mindestens acht Mitarbeitern vor Ort sein, dazu kommen mehrere Polizeibeamte: "Wie viele Mitarbeiter genau in der Altstadt sein werden, stimmen wir kurzfristig mit der Polizei ab", sagt Beckmann.

Quelle: RP
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