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Remscheid
Sternsinger senden Willkommensgruß

Remscheid: Sternsinger senden Willkommensgruß
Auch die Menschen im Lenneper Flüchtlingsheim besuchten die Sternsinger gestern am Heiligen-Drei-Königs-Tag. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. 80 Jungen und Mädchen aus den katholischen Kirchengemeinden klopfen dieser Tage an 1500 Haustüren. Von Stefanie Bona

Dass die Lenneper und Lüttringhauser Sternsinger gestern als eine ihrer ersten Stationen das Flüchtlingsheim an der Wülfingstraße besuchten, empfand Daniela Krein als eine schöne Geste. "Auch wenn viele Menschen hier im Haus diesen Brauch nicht kennen, weckt der Besuch doch die Neugierde. Der eine oder andere wird sicher fragen, was es damit auf sich hat", sagte die Geschäftsführerin des Vereins BAF, der die in Remscheid lebenden Flüchtlinge betreut. In allen drei Etagen überbrachten die Majestäten Rafaele, Patrik, Daniel, Daniela, Ayleen, Anna und Marion ihre Segenswünsche und sangen zur Trompeten-Begleitung von Diakon Rony John das zuvor einstudierte Segenslied. Die festlichen Roben stammen aus dem Fundus der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bonaventura - Heilig Kreuz, die am Wochenende ihre Sternsinger nach Lennep, Lüttringhausen und Bergisch Born entsenden werden. Und natürlich trugen die Hoheiten prachtvolle Kronen auf dem Kopf, die zuvor gemeinsam gebastelt und mit funkelnden Steinen beklebt worden waren.

Rund 80 Jungen und Mädchen - die meisten gehen in diesem Jahr zur Erstkommunion - beteiligen sich in diesem Jahr in den drei Stadtteilen an der Aktion. An rund 1500 Türen, so hat Rony John errechnet, werden die Aufkleber mit dem Segenswunsch "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus) angebracht. Die Haushalte in den anderen Stadtbezirken werden von den Dreikönigssängern der Remscheider Pfarrgemeinde St. Suitbertus besucht. Überall wird nach dem Singen eines Liedes oder dem Aufsagen eines Gedichts um Spenden für Kinderhilfsprojekte in aller Welt gebeten.

Zum 58. Mal werden in diesen Tagen bundesweit die Sternsinger ihre guten Wünsche überbringen. "Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere - in Bolivien und weltweit" heißt das aktuelle Leitwort der Aktion Dreikönigssingen, die durch das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und den Bund der Deutschen Katholischen Jugend getragen wird. Kommunionkind Ayleen war zum ersten Mal Sternsingerin und schon sehr aufgeregt. Dass ihre Tochter bei der Aktion mitmacht, findet Jessika Förster sehr gut. Auch über den Besuch im Flüchtlingsheim wurde im Vorfeld gesprochen. "Wir wollten damit ein Zeichen setzen. Denn auch der Besuch der Sternsinger ist ein Willkommensgruß", sagte Diakon John. Die Jungen und Mädchen hätten dieser Idee sehr aufgeschlossen gegenüber gestanden. Und Jessika Förster findet es gut, dass den Kindern durch die Sternsingeraktion bewusst gemacht wird, dass "es nicht jedem auf der Welt so gut geht wie ihnen selbst."

Quelle: RP
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