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Remscheid
Stiftung "Soziale Impulse" schüttet 22.000 Euro aus

Remscheid. Vier Remscheider Projekte werden gefördert. Von Wolfgang Weitzdörfer

Die kirchliche Stiftung "Soziale Impulse für Remscheid und Umgebung" wurde 2005 errichtet, sie ist aus dem Verein Remscheider Arbeitslosenhilfe hervorgegangen. Aus dessen Vereinsnachlass sind insgesamt rund 95.000 Euro Stiftungsvermögen angesammelt worden, die von 2010 bis heute einen Erlös von 22.000 Euro ergeben haben. Dieser Erlös wurde gestern vier Projekten in den Räumen des Beratungszentrums der Diakonie offiziell übergeben. "Es ist ein freudiges Ereignis", sagte Kuratoriumsvorsitzender Werner Anders. In den Genuss des Geldsegens kamen vier Projekte, die sich alle mit dem Stiftungszweck beschäftigen: "Es geht um die Förderung von nicht berufsreifen Jugendlichen und Heranwachsenden sowie Langzeitarbeitslosen und deren Familien", fasste Anders diesen zusammen.

Den größten Betrag von 11.500 Euro bekam die Arbeitslosenberatung des Diakonischen Werks, die damit ein aktuelles Projekt unterstützen wird, wie Geschäftsführer Florian Schäfer erklärte: "Wir wollen ein niederschwelliges Hilfsangebot realisieren: Im Vaßbender-Saal soll ein Café International etabliert werden, in dem sich Flüchtlinge konkret zum Thema Arbeitsmarkt in Deutschland informieren können." Anders ergänzte: "Das ist ein ganz wichtiges und aktuelles Thema, das uns als Stiftung sehr am Herzen liegt." Mit 6250 Euro wurde die Nachfolgeorganisation der Remscheider Arbeitslosenhilfe, die Arbeit Remscheid gGmbH unterstützt: "Mit dem Geld wollen wir den Straßenbahnwaggon an der Kräwi aufpäppeln. Und wir wollen selbst bauen, wir lassen nicht bauen", betonte Geschäftsführer Ralf Barsties. Zudem sollen mit dem Geld weitere Ruderboote angeschafft werden.

2250 Euro bekam die Freiwilligenzentrale "Die Brücke" zugesprochen, die genau wie die "Taschengeldbörse", das vierte begünstigte Projekt, finanziell wegen auslaufender EU-Fördermittel und fehlender städtischer Fördermittel praktisch vor dem Aus stand. "Die Brücke" kümmert sich um freiwilliges und ehrenamtliches Engagement Jugendlicher im Remscheider Stadtgebiet, mit dem Stiftungsgeld sollen nun vor allem weitere Jugendliche erreicht werden, wie Leiterin Annette Potthoff sagte: "Vor ein paar Wochen standen wir vor der Frage, wie wir überleben können. Jetzt können wir überlegen, wie wir mehr Jugendliche erreichen können."

Ähnlich stand die "Taschengeldbörse" da, wie deren Leiterin Natalia Talmon sagte, die sich über die 2000 Euro Stiftungsgelder freute: "Für uns geht es nun um die Öffentlichkeitsarbeit, die wir damit finanzieren können." Bei der Börse können Jugendliche ihr Taschengeld aufbessern, indem sie Mitbürgern der Generation 50+ Tätigkeiten abnehmen, etwa Gartenarbeit, Straßenkehren oder Einkaufen.

Quelle: RP
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