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Remscheid
Studium in den Sommerferien absolviert

Remscheid: Studium in den Sommerferien absolviert
Joschua Lamberti (l.), Anja Kartenhorn und Sebastian Peltzer haben als Stipendiaten die Sommer-Akademie besucht. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Drei Remscheider nahmen in Thüringen an einem Kursus für begabte Schüler der Deutschen Schülerakademie teil. Von Anna Mazzalupi

Einmal über den Tellerrand hinaus schauen und tiefer in ein Thema eintauchen, ist gerade für besonders wissensdurstige und begabte Jugendliche wichtig. Glück ist es dann, wenn wie im Fall von Anja Kortenhorn (17) und Joshua Lamberti (17), die Schule ihre Schützlinge für die Deutsche SchülerAkademie (DAS) vorschlägt.

In den Sommerferien nahmen bundesweit 1000 Schüler an dem speziellen außerschulischen Programm teil, bei dem leistungsfähige und begabte Schüler in speziellen Kursen ihr Wissen erweitern. Die Remscheider werden organisatorisch, und wenn nötig, finanziell bei der Eigenbeteiligung in Höhe von 500 Euro von der Lux-Stiftung, dem Rotary Club und der Ria-Fresen-Stiftung unterstützt.

Für Kortenhorn vom Gertrud-Bäumer-Gymnasium und Lamberti vom Leibniz-Gymnasium haben sich die zweieinhalb Wochen gelohnt. "An der Akademie hat mich beeindruckt, was es für einen großen Zusammenhalt in der Gruppe gab. Das war wie eine große Familie", erzählt Kortenhorn voller Begeisterung.

In einem Internat in Roßleben in Thüringen hat sie bei einer Projektarbeit zum Thema neuronale Netze versucht, einem solchen künstlichen Netzentwurf beizubringen, die Reifegrade einer Banane zu erkennen. Insgesamt waren an dem Standort 95 Teilnehmer. "Man ist auf der gleichen Wellenlänge und erhält konstruktive Kritik, mit der man etwas anfangen kann", beschreibt die GBG-Schülerin ihre Erfahrung. Auch Lamberti gefiel die Art des Feedbacks. Er beschäftigte sich in Ursprung mit der Energiepolitik der EU und hat viel gelernt über Volkswirtschaft und was die Konzepte zum Klimawandel in Deutschland wirklich bewegen. Gerade das wissenschaftliche Arbeiten sei eine Herausforderung gewesen. Trotzdem seien alle engagiert. "Mir hat es sehr gut gefallen, dass es auch so international war", sagt er. Die neugeknüpften Kontakte will er aufrecht erhalten.

Neben der Sommerakademie für Oberstufenschüler gibt es auch die Junior-Akademie für die Jahrgänge acht und neun. Leibniz-Schüler Sebastian Peltzer (14) hat sich in Jülich mit dem Bereich der Forensik beschäftigt und unter anderem die Blutspritzeranalyse kennengelernt. "Die Zeit vergeht echt schnell. Ich habe einen großen Einblick in das Berufsfeld bekommen und Infos, die weit über den Biounterricht hinaus reichen", resümiert er den Kurs. Für die Drei war das eine tolle Erfahrung, die sie nicht missen möchten. Im nächstens Jahr können die Remscheider Schulen erneut Schüler für das Begabtenprogramm vorschlagen.

Quelle: RP
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