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Remscheid
Südbezirk: Anwohner fühlen sich übergangen

Remscheid. Statt einer kurzfristigen Lösung wünschen sie sich eine gemeinsame Planung mit der Stadt. Morgen ist OB-Treffen.

Nach dem Sturmlauf der Anwohner mehrerer Straßen im Südbezirk, in denen die Stadt ein absolutes Halteverbot einreichten wollte, lenkte die Verwaltung ein - die Regelungen sollten "nachjustiert", das überarbeitete Parkkonzept in dieser Woche umgesetzt werden. Dem Unmut der Anwohner aber tun die neuen Pläne keinen Abbruch - im Gegenteil: Große Teile der Nachbarschaft fühlen sich von der Verwaltung übergangen und wollen das aus ihrer Sicht vorschnelle Handeln der Verantwortlichen nicht hinnehmen.

"Es ist nicht in Ordnung, dass man einfach über unsere Köpfe hinweg entscheidet", sagt etwa Renate Bertram. Sie wohnt in der Magdeburger Straße, in der auch das überarbeitete Parkraumkonzept ein durchgängiges Halteverbot vorsieht. "Die Stimmung in der Nachbarschaft ist nicht gut. Wir sind verärgert."

Verärgert deshalb, weil man in der Siedlung das Gefühl habe, die Entscheidung der Stadt sei "über das Knie gebrochen." Statt einer zügigen - und aus Sicht der Stadt dringend notwendigen - Umsetzung des neuen Konzepts hätten viele Anwohner gerne erst einmal gemeinsam mit der Verwaltung nach einer Lösung für das Platzproblem im Südbezirk gesucht. "So etwas geht nicht von heute auf morgen" sagt Renate Betram.

Ein Problem, das gelöst werden müsse, sei etwa der Stellplatz eines mobilen Nahversorgers, der vor allem viele Rentner in der Nachbarschaft versorgt. "Theoretisch darf der bei einem absoluten Halteverbot auch nicht mehr hier parken", so Betram. Ähnliches gelte für den mobilen Pflegedienst.

Bei einem Treffen im Rathaus wollen die Anwohner Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ihre Anliegen am Mittwoch darlegen. Vertreter der betroffenen Straßen Neuenhof, Magdeburger, Leipziger, Dresdner und Breslauer Straße werden vor Ort sein, sagt Martina Klug, Anwohnerin am Neuenhof. Dort gehe die neue Planung der Stadt in eine ähnliche Richtung, wie sie von den Anwohnern favorisiert werde, so Klug. Die Zufriedenheit der Bewohner am Neuenhof aber teilten die Nachbarn in den anderen Straßen nicht, so Klug: "In der Nachbarschaft ist richtig Tumult."

(tsp)
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