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Remscheid
Tafel will wieder Karten ausstellen

Remscheid. Bei der Tafel wurden die Lebensmittel knapp. Nun gibt es eine neue Strategie. Von Lisa Kreuzmann

Vor zwei Wochen hatte die Remscheider Tafel angekündigt, dass sie keine weiteren Lebensmittelkarten mehr ausstellen könne. Die Zahl der Bedürftigen sei gestiegen, erklärte der Vorsitzende der Tafel, Oliver Witte. Langfristig könne man die Versorgung mit der aktuellen Portionierung deshalb nicht aufrecht halten und auch keine weiteren Bedürftigen mehr aufnehmen. Nun gibt es einen neuen Plan.

"Die Stadt war sehr bemüht, eine schnelle Lösung herbei zu führen", sagt Witte. An einem runden Tisch haben sich Vorstand und Geschäftsführung mit Sozialdezernent Thomas Neuhaus getroffen. Inspiriert von der Idee eines Remscheiders, eine zentrale Sammelstelle für Lebensmittelspenden einzurichten, wird der Markt auf der Alleestraße nun um einen Stand der Tafel reicher sein.

Ab Mittwoch, 9. Dezember, wird die neue Sammelstelle der Tafel gegenüber der Buchhandlung Potthoff am Allee-Center-Brunnen alle zwei Wochen zu finden sein; Persönlichkeiten der Stadt sollen an den Stand ziehen. Den Auftakt macht Sozialdezernent Thomas Neuhaus selbst, dem sehr an einer Verbesserung der Lebensmittelversorgung gelegen war. "Die Stadt nimmt diese Sorgen sehr ernst", sagt Witte. Auch der Platz auf der Alleestraße sei schnell gefunden gewesen. Erst am Samstag habe man den Stand beantragt und schon wenige Tage später die Zusage erhalten, erzählt der Chef der Tafel.

Das Team um Oliver Witte bittet ausschließlich gut haltbare Lebensmittel wie Konserven, Reis, Nudeln oder Trockenware am Stand der Tafel abzugeben. "Wir müssen sehen, wie sich das bewährt", sagt Witte. Flüchtlinge würden auch weiterhin nach Remscheid kommen, und die Zahl der Bedürftigen somit weiter steigen. Teil zwei der neuen Strategie ist es daher auch, die Lebensmittel besser zwischen den sechs Ausgabestellen der Tafel zu verteilen. Außerdem müsse langfristig einheitlicher portioniert werden, sagt Oliver Witte. Mag heißen: Für den Einzelnen gibt es weniger. Doch wurden bisher auch relativ hohe Mengen abgegeben, sagt Witte. Und Tafel und Stadt betonen gleichermaßen, dass die Lebensmittel der Tafel lediglich als Zugabe gedacht seien; die Tafel also keine Grundversorgung leisten könne.

Quelle: RP
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