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Test
Wie hundefreundlich ist Remscheid ?

Tag des Hundes: Wie hundefreundlich ist Remscheid ?
RP-Autorin Stefanie Bona nahm ihren Golden Retriever Charlie an die Leine und testete die Stadt auf ihre Hundetauglichkeit. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. 6000 Hunde sind in Remscheid gemeldet. Dieses Wochenende hat der Verband für das Deutsche Hundewesen zum "Tag des Hundes" aufgerufen. Unsere Mitarbeiterin Stefanie Bona nahm ihren Golden Retriever an die Leine und testete die Stadt.

Freilaufgelände

Hier bietet Remscheid nicht besonders viel. Grundsätzlich gilt bei Spaziergängen im Stadtgebiet Anleinpflicht. Konflikte gibt es immer wieder mit den Jagdpächtern, wenn Hunde das Wild im Wald aufscheuchen, möglicherweise sogar jagen oder verletzten. Hier droht dem Halter Strafanzeige.

Große, eingezäunte Gelände, wie etwa am Ruhrdeich in Hattingen oder am Kemnader Stausee sucht man vor Ort vergebens. So nutzen auch Remscheider Hundebesitzer das Gebiet Scharpenacken in Ronsdorf. Hunde, die sicher abrufbar sind, dürfen auf Wegen und Wiesen unangeleint laufen. Allerdings verweist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Flächeneigner auf die eingezäunten Schutzbereiche, die beachtet werden müssen. Konfliktfrei ist der Auslauf dort allerdings auch nicht, wird das Gebiet doch auch von Wanderern und Spaziergängern ohne Hund gerne genutzt.

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Tierärzte

In Remscheid gibt es sieben Tierarztpraxen. Den tierärztlichen Bereitschaftsdienst außerhalb der Sprechstunden teilen sich die Remscheider Veterinäre mit den vier Kollegen aus Wermelskirchen.

Eine 24-Stunden-Bereitschaft gibt es zudem in Hückeswagen und bei der Tierklinik Neandertal in Haan.

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Hundeschulen

Trainingsmöglichkeiten gibt es in Remscheid und Umgebung jede Menge. Die Hundeschulen sind teilweise zertifiziert, bieten häufig das Training für Mensch und Hund auf eigenen bzw. gepachteten und eingezäunten Flächen an.

Das Unterrichtsangebot reicht von der Welpenspielgruppe mit integrierten kurzen Übungseinheiten über Agility - also den Hundesport - und Apportiertraining bis hin zur Begleithundeprüfung. Beinahe jede Hundeschule bietet auch Einzeltraining an. Zum Programm gehören teilweise auch Vorträge zur Ersten Hilfe beim Hund.

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Sauberkeit

Hinterlassenschaften der Hunde auf öffentlichem Grund müssen beseitigt werden. Tut man das nicht, riskiert man wegen einer Ordnungswidrigkeit zur Kasse gebeten zu werden. Fünf bis 35 Euro können dafür fällig werden.

Zeigt sich der Halter nicht einsichtig, kann die Strafe auch saftiger ausfallen. An 30 Standorten haben die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) Stationen mit so genannten Bello-Tüten eingerichtet. Fünf der Boxen stehen alleine auf der Alleestraße, drei im Lenneper Hardtpark. Ein mal pro Woche werden die dazugehörigen Mülleimer geleert und in diesem Zuge die Tüten wieder aufgefüllt. Nachgelegt werden bis zu 50 Beutel. Nun gibt es häufig Klagen, die Hundetüten seien permanent vergriffen und es werde nicht schnell genug nachgefüllt. Jürgen Ackermann von den TBR verweist in diesem Zusammenhang auf Zeitgenossen, die sich offenbar gerne an den aufgestellten Bello-Boxen großzügig bedienen und sich den Kauf der Tüten sparen.

Zubehör und Futter

Hundeshops für Zubehör und Futter gibt es im Stadtgebiet mehrere.

"Heidis Hunde-Imbiss" auf der Burger Straße zum Beispiel, hat neben Frischfleisch, Bioprodukten und weiterer qualitativ hochwertiger Nahrung auch eine große Auswahl an Zubehör wie Halsbänder, Leinen und Spielzeug im Angebot. Einen weiteren so genannten "Barf-Shop" - wo also Hundefutter aus Frischfleisch erhältlich ist - gibt es an der Blumenstraße

Hundesteuer

Bei der Hundesteuer greift Remscheid ordentlich in die Taschen der Hundehalter. Liegt die Kommune doch mit 132 Euro pro Jahr für den ersten Hund an 16. Stelle der 126 größten Städte in Nordrhein-Westfalen, für die der Bund der Steuerzahler die Hundesteuersätze für 2015 zusammengestellt hat.

Hält man zwei Hunde, kostet das 165 Euro. Für drei Hunde muss man je 198 Euro berappen und hat man ein Tier, das der Kategorie Kampfhund zugeordnet wird, schlägt die Steuer mit 660 Euro zu Buche. Insgesamt erzielte die Kommune in 2014 Einnahmen von über 800.000 Euro aus der Hundesteuer. Eine Anzeige bzw. Nachweispflicht nach dem Landeshundegesetz besteht zudem für Hunde, die ausgewachsen eine Schulterhöhe von mindestens 40 Zentimetern und/oder ein Gewicht von mindestens 20 Kilogramm erreichen, sowie für die Hunde, die erlaubnispflichtig sind. Diese Anmeldung muss beim Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt in Solingen erfolgen.

Quelle: RP
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