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Remscheid
Talbrücke Höllenbach ist saniert

Remscheid: Talbrücke Höllenbach ist saniert
Das Traggerüst unter den Brückenbögen, das auch aus Schutz für den darunter fließenden Verkehr diente, wird ab Montag demontiert (l.). Während der Straßensperrung werden auch die Linienbusse umgeleitet. Das Traggerüst unter den Brückenbögen, das auch aus Schutz für den darunter fließenden Verkehr diente, wird ab Montag demontiert (l.). Während der Straßensperrung werden auch die Linienbusse umgeleitet. FOTO: Hogekamp Lena
Remscheid. Für den Abbau des Traggerüsts muss die L 409 allein aus Sicherheitsgründen für den Fahrzeugverkehr ab Montag bis April voll gesperrt werden. Eine Umleitung über die K 3 ist nach Angaben von Straßen.NRW ausgeschildert. Von Solveig Pudelski

Die "alte Dame" ist jetzt runderneuert und verliert einen Teil ihres "Korsetts", das während des Faceliftings unverzichtbar war: Baugerüstteile an der Talbrücke Höllenbach werden ab Montag wieder abgebaut. Dafür muss die Remscheider Straße (L 409) ab kommenden Montag bis voraussichtlich Ende April frei vom Fahrzeugverkehr bleiben - sie wird gesperrt, teilt Rudolf Klopstein mit. Er ist Projektleiter bei der Regionalniederlassung Ruhr bei Straßen.NRW, der für den Ausbau der A 1 zuständigen Behörde.

Verkehrsteilnehmer müssen sich darauf einstellen, eine andere Strecke zu nehmen und dafür mehr Zeit einzuplanen. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Auch der Linienbusverkehr wird umgeleitet. Gesperrt wird die Remscheider Straße zwischen Preyersmühle und der Einmündung zur B 51. Anwohner können aber ihre Häuser erreichen, betont Kloppstein. Alle anderen können über die Route durch das Eschbachtal nehmen und über die K 3 ausweichen. Der eine oder andere wird vielleicht eher über die Autobahn nach Remscheid fahren - und umgekehrt. Bereits am Montagmorgen sei der komplette Bereich der L 409 gesperrt.

Wer vor dem gigantischen Gerüst am Fuße der Brücke steht, kann nachvollziehen, welchen Aufwand der Abbau des Gerüsts beschert - und dass dafür nicht nur viel Platz erforderlich ist, sondern auch Zeit benötigt wird. "Es rückt ein großer Autokran an, der auf der L 409 platziert wird", berichtet Klopstein.

Das Gerüst hat während der Sanierung des denkmalgeschützten Brückenbauwerks über viele Monate als Trag-, Arbeits- und auch Sicherheitsgerüst gedient. Letzteres war wichtig, um den fließenden Verkehr auf der L 409 zu schützen. Neben dem Traggerüst müssen auch die Hilfsfundamente zurückgebaut werden. Diese aus Fertigteilen bestehenden Blöcke haben dafür gesorgt, dass die Gerüste sicher standen.

Die Arbeiten an der Talbrücke Höllenbach waren aufwendig. Das Bauwerk ist knapp 315 Meter lang und teilweise bis zu 50 Meter hoch. Über der L 409 ragt sie rund 25 Meter hoch. 22 riesige Natursteinbögen (je elf auf der Nord- und Südseite der Brücke) wurden erneuert. Dafür mussten an der Außenfassade zunächst auf 2300 Quadratmetern etwa 27.000 Natursteine abgetragen und zwischengelagert werden. Danach wurden in die Bögen Stahlbeton-Steinquader eingesetzt - für jeden Bogen 33 Elemente. Im Anschluss konnten die Fassadensteine wieder eingesetzt werden. "Beschädigte Steine wurden durch neue aus Grauwacke ersetzt", berichtete Klopstein. Außerdem erneuerte die beauftragte Firma die Fugen im Ziegelmauerwerk der Traggewölbe.

Von diesen Arbeiten dürften die Fahrer oben auf der Brücke kaum etwas mitbekommen haben. Sie sehen nur die Baustelle mit den reduzierten Fahrbahnen. Aber ein Ende der Bautätigkeiten ist in Sicht.

"Wetterbedingt konnten wir Markierungsarbeiten noch nicht durchführen", erklärt der Bereichsleiter. Der dritte Fahrstreifen in Fahrtrichtung Dortmund konnte daher nicht freigegeben und die Baustelle nicht zurückgebaut werden. In der Gegenrichtung sollen Ende nächster Woche die neuen Fahrstreifen markiert werden. Spielt das Wetter mit - trockene Phasen sind Voraussetzung - , könnte die gesamte Baustelle Ende April beendet und abgeräumt sein.

Zu früh sollten sich die staugeplagten Fahrer auf der A1 allerdings nicht freuen. Denn noch in diesem Jahr wird eine neue Baustelle eingerichtet - und zwar im Bereich Mebusmühle.

Quelle: RP
 
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