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Remscheid
Tausche Waschmaschine gegen Fahrrad

Remscheid: Tausche Waschmaschine gegen Fahrrad
Die Waschmaschine funktioniert noch perfekt, die neue steht aber schon parat. Da bietet sich doch ein Tausch an - vielleicht gegen ein Trekking- oder Rennrad. FOTO: dpa/Samsung/dpa
Remscheid. Wer Gegenstände tauschen oder verschenken möchte, findet im Online-Portal von bergischen Entsorgern eine gute Möglichkeit. Von Anna Mazzalupi

Viele Dinge sind viel zu schade, um auf dem Müll zu landen. Das Kinderbettchen, der alte Schrank oder der Wohnzimmertisch - häufig sind Möbel oder auch kleinere Dinge wie der erste Tornister des Nachwuchses noch gut in Schuss und können noch von jemand anderes gebraucht werden.

Wer das alte Mobiliar oder andere Dinge tauschen oder verschenken will, findet bei der Bergischen Tausch- und Verschenkbörse eine gute Möglichkeit. Das Online-Portal ist ein gemeinsames Projekt der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), den Entsorgungsbetrieben Solingen sowie der Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal. "Das ist ein gutes Instrument der Abfallvermeidung", erklärt Michael Sauer, Geschäftsbereichsleiter Abfallwirtschaft bei der TBR. Grundidee ist es, vor allem unnötigen Sperrmüll zu vermeiden und so einen Beitrag zur Umwelt- und Ressourcenschonung zu leisten.

Wichtig ist: Das Portal dient nicht dem kommerziellen Zweck. Es darf nur getauscht oder verschenkt werden. Seit gut zehn Jahren können Remscheider die Seite "www.remscheid.abfallspiegel.de" nutzen. "Das ist eine etablierte Sache und ist gut bei den Remscheidern angekommen", sagt Sauer.

Die Nutzerzahlen seien stabil, besonders stark sei Nachfrage und Angebot bei Kindersachen wie Schränke oder Kinderbettchen. Aber auch andere Dinge wie kleinere Elektrogeräte, Haushaltsartikel, Geschirr, Schallplatten, Fahrräder oder Werkzeug finden online einen neuen Besitzer. Nicht selten bieten Nutzer Dinge aus einer Haushaltsauflösung an.

Besonders attraktiv ist auch die einfache Handhabung der Seite. Wer etwas einstellen will, muss nicht erst extra ein Konto anlegen. Die Angabe der E-Mail-Adresse beim Aufgeben des kostenlosen Inserats reicht aus. Der Kontakt und die Anfrage vom Interessenten laufen dann ganz sicher über Adresse. "Das ist wie bei Ebay-Kleinanzeigen", zieht Sauer den Vergleich. Wer möchte, kann auch alternativ eine Telefonnummer für die Kontaktaufnahme hinzufügen.

Für das Inserat lädt man ein Foto vom Gegenstand hoch, gibt eine Beschreibung dazu und fügt hinzu, ob man es verschenken oder tauschen möchte und was man als Tausch gerne hätte. Manche bieten die Gegenstände zum Beispiel gegen zwei Packungen Kirschsaft oder zwei Pakete Zucker als Tausch an. Als Interessent sieht man zudem auf den ersten Blick, aus welcher Stadt des Bergischen Städtedreiecks das Angebot kommt.

Das Inserat löscht sich nach 30 Tagen automatisch von alleine. "Man muss das Angebot nur löschen, wenn der Gegenstand vor Ablauf weg ist", merkt Sauer an. Damit ist das Portal stets aktuell. Wer auf der Suche nach etwas Bestimmtem ist, kann ebenfalls eine Anfrage auf der Seite stellen.

Quelle: RP
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