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Remscheid
Taxivereinigung verteidigt neuen Halteplatz im Dorf

Remscheid. Braucht ein Stadtteil wie Lüttringhausen in Smartphone-Zeiten noch einen Taxi-Halteplatz an zentraler Stelle? Die Meinungen von Politik und Taxivereinigung gehen in diesem Punkt auseinander, seitdem ein Standplatz von der Gertenbach- auf die Kreuzbergstraße 22 verlagert wurde. Der zweite wurde komplett gestrichen. Von Solveig Pudelski

"Wer ein Taxi braucht, ruft eins übers Handy oder bittet Mitarbeiter von Arztpraxen oder Supermärkten, ein Taxi zu rufen", sagt der Lüttringhauser Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller. Er plädiert dafür, den Taxistand woanders zu platzieren - zugunsten eines Pkw-Stellplatzes. Die Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen habe nicht damit gerechnet, dass die Verwaltung den Standplatz so rasch verlagert und hätte sich eine Information vorab gewünscht.

"Wir sind dem Vorstoß aus der BV, den Halteplatz zu verlagern nach Absprache mit der Funktaxivereinigung schnell gefolgt", sagt Jürgen Beckmann. Der Leiter des Ordnungsamtes räumt ein, dass man die Politiker, auch wenn sie kein Beschlussrecht haben, vorher hätte informieren sollen.

Armin Schötz, Geschäftsführer der Taxivereinigung Remscheid, ist verärgert über diesen Vorstoß aus der BV und verteidigt den Taxi-Haltestand gegenüber vom Rathaus. Der zweite Lüttringhauser Taxistand an der Lindenallee sei ohnehin nicht gut gelegen. "Wir müssen dort stehen, wo Frequenz ist, wo wir auch gesehen werden, wenn Alte, Kranke und Behinderte ein Taxi brauchen." Taxis seien eine Ergänzung zum ÖPNV, die in unmittelbarer Nähe von Bushaltestellen stehen müssen. "Viele Menschen steigen aus dem Bus und brauchen für die letzten paar hundert Meter ein Taxi." Im Übrigen dürften Taxis ohne Fahrauftrag nicht auf Pkw-Stellplätzen warten, sondern müssen einen Taxistand anfahren.

Daher haben Taxiunternehmen auch einen gesetzlichen Anspruch auf Einrichtung von Taxi-Halteplätzen. Wo sie positioniert werden, habe man in Gesprächen mit der Stadtverwaltung bisher immer gut regeln können, "wir sind ja kompromissbereit", sagt Schötz.

Quelle: RP
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