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Remscheid
TBR: Wertstoffinseln sind keine ideale Lösung

Remscheid. Die Remscheider SPD wird nicht müde, sich für saubere, ansprechend aussehende und kundenfreundliche Containerstandorte im Stadtgebiet einzusetzen. Ihr jüngster Vorschlag: Remscheid möge sich doch am Vorbild der Nachbarstadt Wuppertal orientieren. Die ist dabei, ihre mehr "als 400 Depot-Containerstandplätze in Kooperation mit einem Unternehmen des zweiten Arbeitsmarktes gestalterisch aufzuwerten", heißt es einer Anfrage. Wichtigste Änderung dabei: Die Standorte werden mit einem Zaun eingefriedet, die dann nicht mehr sofort sichtbaren Container selber werden mit Motiven beklebt, die auf Vorschläge der Bezirksvertretungen und aus der Bürgerschaft zurückgehen. Von Henning Röser

Die für die Abfallentsorgung zuständigen Technischen Betriebe Remscheid (TBR) haben sich darauf hin die von der SPD als Beispiel genannte "Insel" im Bereich Grünental an der Stadtgrenze zu Wuppertal angeschaut und kommen zu einem zwiespältigen Ergebnis. "Von außen sieht das ordentlich aus", sagte Betriebsleiter Michael Zirngiebl in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses. Drinnen aber entstehe durch die Einzäunung ein schlecht einsehbarer, "gesetzfreier" Raum. Fotos, die Zirngiebl präsentierte, zeigen einen verdreckten Standort, wo ganze Kühlschranke einfach neben den Container abgestellt wurden, und Müll einfach neben die Behälter geworden wird. Es sieht ja keiner, man ist unbeobachtet. Die Abschottung könne auch dazu führen, dass sich Nutzer innen nicht sicher fühlen, ergänzte Zirngiebl. Zudem sei die Leerung der Container schwieriger, weil sie von den Fahrzeugen nicht so gut angefahren werden können. Auch gab er zu bedenken, dass größere eingezäunte Standorte für Sichtbehinderung im Verkehr sorgen könnten.

Zirngiebl versprach dem Ausschuss, beim Thema mit der Abfallwirtschaftgesellschaft (AWG) in Wuppertal in Kontakt zu bleiben, um nach Verbesserungen für Remscheid zu suchen. Tatsächlich sei in den letzten Monaten in Remscheid schon viel passiert. Der Untergrund einiger Container-Standorte sei verbessert worden. Alte Container-Modelle seien gegen neue ausgetauscht worden.

Vertrösten musste er den Ausschuss beim ebenfalls von der SPD angestoßenen Projekt Unterflur-Container. Der Beschluss: In jedem Stadtbezirk sollen testweise an einem Standort die Wertstoff-Container unter die Erde verschwinden. Ein attraktives, aber auch kostspieliges Modell, wie man es etwa aus Holland kennt. Dazu habe bislang die Zeit gefehlt, entschuldigte sich Zirngiebl, dessen Betrieb mit dem Umbau der Trecknase und der Großbaustelle in Bergisch Born gerade sehr gut beschäftigt ist.

Quelle: RP
 
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