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Remscheid
Testkäufer prüfte barrierefreies Einkaufen

Remscheid. Obi Markt in der Industriestraße erhielt jetzt das Gütesiegel "Ausgezeichnet Generationenfreundlich". Von Stefanie Bona

Für drei Jahre wurde dem Obi Markt in der Industriestraße das Gütesiegel "Ausgezeichnet Generationenfreundlich" verliehen. Ruth Deus, stellvertretende Geschäftsführerin des Handelsverbands Nordrhein-Westfalen, überreichte die Auszeichnung gestern an Marktleiterin Claudia Kehren. Damit wurde das Bemühen der Baumarktkette gewürdigt, allen Generationen ein bequemes, barrierefreies Einkaufen zu ermöglichen.

Wer den Markt betritt, kann vom angrenzenden Parkplatz aus sowohl mit Kinderwagen als auch mit Rollator oder Rollstuhl selbstständig das Warenangebot erreichen. Dafür sorgen die automatischen Türen am Ein- und Ausgang und der ebenerdige Eingang. Weiterhin sind die Gänge so breit, dass es keine Kollision mit den an beiden Seiten aufgestellten Regalen gibt. "Wir haben einige Stammkunden, die bei uns mit ihrem großen Elektrorollstuhl einkaufen", berichtete Claudia Kehren.

Für das Siegel waren die Erfahrungen eines Testkäufers ausschlaggebend. Ein Kriterium war, dass die Kassenbereiche so großzügig gestaltet sind, dass alle genannten Personenkreise ungehindert bezahlen und passieren können. Die Auszeichnung der Ware erfolgt mit Schildern bzw. Etiketten in großer Schrift, die Senioren und Sehbehinderten das Lesen erleichtert.

Auch die Kundentoilette ist ohne Schwierigkeiten zu erreichen. Vermieden wird im Markt weiterhin ein spiegelnder Boden. Und auf dem Parkplatz gibt es ausgewiesene Stellplätze für Schwerbehinderte. Nun ist gerade ein Baumarkt mit seinem großen Sortiment bestrebt, Platz bei der Warenpräsentation zu sparen. Also werden Produkte auch in der Höhe gelagert. "Dazu haben wir mehrere Infostände mit Klingelknöpfen, die auch aus der sitzenden Position zu erreichen sind", erläuterte die Marktleiterin. Der zuständige Mitarbeiter werde über das mobile Telefon informiert und könne dem Kunden zur Hand gehen und die gewünschte Ware vom Regal holen. Nachdem einer der Obi-Marktleiter die Idee des generationenfreundlichen Einkaufens ins Unternehmen getragen hatte, zertifizierten sich zehn weitere Märkte in der bergischen Region. Ein Pilotprojekt gab es in Solingen, wo die Bedingungen für die Auszeichnung umgesetzt und anderen Führungskräften vorgestellt wurden.

Quelle: RP
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