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Remscheid
Toter bei Unfall nahe Dreibäumen

Remscheid: Toter bei Unfall nahe Dreibäumen
Der Skoda wurde bei dem Unfall auf ein Feld geschleudert. FOTO: Büllesbach
Remscheid. Der vierte schwere Unfall in Hückeswagen innerhalb von fünf Tagen war der schlimmste, denn es starb ein Mensch. Ein 53-jähriger Wermelskirchener erlag gestern Morgen am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Von Stephan Büllesbach

Unfallverursacher war der Polizei zufolge ein 52-jähriger Audi-Fahrer aus Wipperfürth. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann gegen 6.20 Uhr vor der Kurve bei den Einmündungen Kurzfeld und Maisdörpe zum Überholen angesetzt. Als der Wipperfürther, der in Richtung Dreibäumen unterwegs war, mit seinem SUV wieder auf die rechte Fahrbahn einscheren wollte, kam sein Wagen ins Schleudern. Möglicherweise war er auf das Seitenbankett gekommen. Der Audi geriet außer Kontrolle, schleuderte auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit dem Skoda des 53-jährigen Wermelskircheners zusammen.

Während der Audi, der auf die rechte Spur zurückgeschleudert worden war, halb auf dem Seitenstreifen liegen blieb, wurde das Firmenfahrzeug einer Remscheider Werkstatt auf das angrenzende Feld katapultiert und blieb etwa einen Meter unterhalb der Fahrbahn liegen. Dessen Fahrer wurde im Wagen eingeklemmt und musste von Feuerwehrleuten mit Spreizer und Rettungsschere befreit werden.

Ob der Wipperfürther das Überholverbot missachtet hatte, das etwa 50 Meter vor der Kurve in Richtung Dreibäumen beginnt, war gestern unklar. Alarmiert worden waren auch der Löschzug Stadt und die Löschgruppe Straßweg; 22 Feuerwehrleute waren im Einsatz. "Wir haben die Einsatzstelle zunächst abgesichert und ausgeleuchtet", sagte Wilfried Reinecke, Zugführer des Löschzugs. Schließlich war es zum Zeitpunkt des Unfalls dunkel. Auch achteten sie darauf, dass der Brand im Motorraum des Skoda, der von Ersthelfern gelöscht worden war, nicht wieder ausbrach.

Quelle: RP