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Remscheid
Trasse – erst der Strom, dann die Radler

Remscheid: Trasse – erst der Strom, dann die Radler
Klaus Zehrtner, OB Beate Wilding, Stadtwerkedirektor Thomas Hoffmann und Mike Giera (v.l.) auf der künftigen Balkantrasse. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Ein großer Stapel mit Holzschwellen liegt in der Sonne, daneben ein kleinerer mit Schwellen aus Beton – zwei Materialhaufen erinnerten gestern Morgen am Schwarzen Weg in Bergisch Born noch an die Zeiten des Bahnverkehrs auf der Balkantrasse. Von Henning Röser

In wenigen Wochen haben die Bagger auf dem 4,5 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen dem Bahnhof Lennep und der Bornefelder Straße die Gleise aus dem Boden geholt.

Vier Brücken werden saniert

Die im Gleisbett ausgehobene, ein Meter tiefe Grube markiert den zweiten Abschnitt auf dem Weg zum Rad- und Wanderweg. Neun Kilometer Stromleitung verlegt die Stadtwerke-Tochter EWR in den nächsten Wochen im Boden.

Auf riesigen Spulen wurden die Kabel gestern angefahren. Sie werden auf ein Sandbett gelegt. Dann kommt der Kies aus dem Gleisbett wieder oben drauf. Im Anschluss beginnen die Stadtwerke mit der Sanierung der insgesamt vier Brücken über die die Trasse führt.

Im Herbst dann soll der Ausbau des Abschnittes zum Rad- und Wanderweg beginnen. 2,5 Millionen Euro wird das kosten. Das Projekt wird zu einem Großteil mit Fördergeldern finanziert. Spielt die Witterung mit, könnten im Sommer 2012 die ersten Radler auf dem 2,50 Meter breiten Trassenband unterwegs sein, sagte Stadtwerkechef Thomas Hoffmann am Montag bei einem Pressetermin.

Er bezeichnete das Projekt als Glücksfall für Stadt und Stadtwerke: Die EWR sparen sich durch die Nutzung der Bahntrasse die aufwändige Leitungs-Verlegung über viel befahrenen Straßen, die Stadt bekommt im Gegenzug einen fertigen Rad- und Wanderweg

Stromnetz wird verstärkt

Die Leitungen dienen zur Verstärkung des Versorgungsnetzes. Durch das inzwischen voll besetzte Gewerbegebiet Bergisch Born sei man hier mittlerweile "am Limit", sagte Mike Giera von den EWR.

Im geplanten Panaroma-Radwegenetz NRW, das der Region zusätzliche touristische Attraktivität verleihen soll, ist das Trassenstück ein wichtiger Puzzlestein. In Hückeswagen und Wermelskirchen wird parallel an weiteren Streckenabschnitten gearbeitet. Alle zusammen sollen sich möglichst bald zu einem Radwegenetz mit geringer Steigung ergänzen.

Quelle: RP
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