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Remscheid
Tura Süd spielt bald auf Kunstrasen

Remscheid. Neue Sportanlage in Bliedinghausen soll im Mai 2016 fertig sein. Sie ist Teil der DOC-Planungen. Von Henning Röser

Mit klarer Mehrheit hat der Sportausschuss jetzt den insgesamt siebten Kunstrasenplatz für Remscheid auf den Weg gebracht. Die Sportanlage Bliedinghausen, derzeit noch ein Aschenplatz, wird zur Kunstrasenanlage umgebaut. Im Frühjahr 2016 soll sie fertig sein. Muss sie auch, denn der Platz spielt im Umzugsszenario rund um den DOC-Bau in Lennep eine wichtige Rolle.

Mit insgesamt 856 000 Euro wird die Anlage teurer werden als andere Kunstrasen-Plätze. Das liegt daran, dass die Stadt Altlasten im Untergrund gefunden hat, die speziell entsorgt werden müssen. Auch die Entwässerung muss erneuert werden. Weil die Gelder, die die Stadt über die Sportpauschale des Landes für ihr Kunstrasen-Programm angespart hat, nicht ausreichen, müssen Gelder aus anderen Töpfen genommen werden. Mittel, die im Programm Stadtumbau West am Honsberg nicht gebraucht wurden, sollen dieses Loch stopfen.

Karsten Mittelholzer kann das egal sein. Der Vorsitzende von Tura Süd freute sich als Gastgeber der Sitzung über den klaren Beschluss, der die Attraktivität seines Vereins sicher noch mal erhöhen wird. Kunstrasen ist bei den jungen Kickern sehr beliebt.

Derzeit hat der Verein 450 Mitglieder, der Fußballbereich mit sechs Jugend- und drei Seniorenmannschaften macht den größten teil davon aus.

Wie schon bei den anderen Kunstrasen-Projekten bringt sich auch in Bliedinghausen der Verein selber mit ein in die Finanzierung. 50 000 Euro steuert der Verein zu den Gesamtkosten bei und will sich außerdem noch mit einer Muskel-Hypothek einbringen. Gewisse Arbeiten im Rahmen der Sanierung wollen die Vereinsmitglieder selber übernehmen. Das würde die Gesamtkosten für die Stadt noch mal etwas drücken.

Der Sportausschuss-Vorsitzende Markus Kötter (CDU) bat die Stadt für die nächste Sitzung um einen Bericht, wie es mit dem Kunstrasenprogramm der Stadt in den kommenden Jahren weitergeht. Der Wettbewerb zwischen jenen Vereinen, die schon Kunstrasen haben und jenen, die noch auf Asche spielen, verschärfe sich, hat er beobachtet. Der nächste Platz auf der Liste der Stadt liegt in Reinshagen.

Quelle: RP
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