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Remscheid
Turnier im Stadtpark - "die Sprache des Fußballs ist universal"

Remscheid. Der wiederbelebte Stadtpark-Pokal wird am Samstag erneut ausgespielt. Neun Teams haben sich gemeldet, weitere Mannschaften sind willkommen. Von Cristina Segovia-Buendía

Die Remscheider SPD lädt am kommenden Samstag, 6. August, zum zweiten Stadtpark-Pokal ein. Bis zu 16 Mannschaften können am Klein-Turnier auf der Sportanlage am Stadtpark teilnehmen. Neun Teams stehen bereits fest, darunter eine Flüchtlings- und eine Betriebsmannschaft. Interessierte können sich noch anmelden.

Bereits im vergangenen Jahr feierte der Stadtpark-Pokal einen überraschenden Erfolg: Nach über 20-jähriger Unterbrechung belebte der Unterbezirk der Remscheider SPD das beliebte Fußballturnier wieder. Auf Anhieb kamen 14 Teams zusammen, darunter auch zwei Flüchtlingsmannschaften. "Wir waren selbst ganz überrascht von diesem Erfolg", berichtete diese Woche SPD-Geschäftsführer Antonio Scarpino. Nach dieser Resonanz durfte die logische Fortsetzung nicht fehlen. Und auch jetzt scheinen die Remscheider heiß auf das Turnier zu sein, denn: "Ohne dass wir groß dafür geworben hätten, haben sich auch schon neuen Mannschaften angemeldet", verkündete Scarpino. Auch die Sieger des vergangenen Jahres, die "Super Kickers", werden versuchen ihren Titel zu verteidigen. Weitere Mannschaften, vor allem gemischte Teams, sind ausdrücklich erwünscht, betont der Geschäftsführer. Altersgrenzen gibt es keine, Startgebühren werden nicht erhoben. Gespielt wird auf Kleinfeldern, in Teams mit fünf Feldspielern und einem Torwart. "Ersatzspieler wären von Vorteil", rät Christine Krupp, Sportpolitikerin der SPD. Je nach Teilnehmerzahl wird die Spieldauer pro Partie variieren, zwischen zehn und 15 Minuten. Vier professionelle Schiedsrichter werden die Spiele pfeifen. Zu gewinnen gibt es eine weltpokalähnliche Trophäe. Für die nötige Verpflegung wird der TV Hasten seinen Kiosk betreiben und Leckereien anbieten, ebenso wie der Alevitische Kulturverein.

Mit dem Turnier möchte die SPD zum einen ein Freizeitangebot für Daheimgebliebene anbieten, zum anderen aber auch ihren Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben in der Stadt leisten. "Im vergangenen Jahr verlief das Turnier, außer einer roten Karte, unproblematisch", berichtete Scarpino. Rund 100 Jugendliche aller Couleur nahmen damals am Turnier teil. "Für mich auch eine Form der Integration", bemerkte Yurdakul Kaya, stellvertretende Vorsitzende der AG "Migration und Vielfalt."

Die Sprache des Fußballs sei universal, so der Organisator. Auch wenn Scarpino versichert, dass das Turnier in keinem politischen Zusammenhang stehe, lehnte der Turnierleiter kürzlich erst die Anmeldung des Kreisverbandes von Pro Deutschland ab. Begründung: "Das Verhalten und Auftreten von Pro NRW/Pro Deutschland, hat in der Vergangenheit keinen Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben in unserer Stadt geleistet."

Quelle: RP
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