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Remscheid
Umsiedlung der Schildkröten am Stadtpark fiel ins Wasser

Remscheid: Umsiedlung der Schildkröten am Stadtpark fiel ins Wasser
Fischen im Trüben - der Versuch, im Stadtparkteich rund 30 Rotwangen-Schildkröten aus dem Wasser zu holen, scheitere. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Ausgesetzte Tiere ließen sich nicht einfangen.

Die Aktion war von langer Hand vorbereitet, ein Boot war organisiert, sogar Zooexperten waren im Vorfeld kontaktiert worden. Doch die geschätzten rund 30 Rotwangen-Schildkröten, die über die Jahre im Stadtparkteich ein neues Zuhause gefunden haben, weil sie in Remscheider Wohnstuben nicht mehr willkommen waren, ließen sich gestern Vormittag partout nicht einfangen.

Kein einziges Tier ging dem Einsatztrupp aus Vertretern des Bergischen Veterinäramtes, der Technischen Betriebe und der Feuerwehr ins Netz. Die Kisten, in denen die Tiere in die Solinger Fauna transportiert werden sollten, blieben leer. Nach zwei Stunden räumte das mobile Umzugskommando das Feld.

Der auch um den Tierschutz bemühte neue Förderverein für den Stadtparkteich hatte die Aktion ins Rollen gebracht. Seine Sorge: Im chronisch wasserarmen Teich sind die Tiere gefährdet.

Eine Sorge, die die Stadt ernst nimmt "Weil der Teich umzäunt ist, sind wir in der Verantwortung", sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Er verteidigte die Aktion, die von manchem Zuschauer als überzogen gewertet wurde, als sinnvoll. Er sei froh, dass sich Menschen für den Stadtparkteich engagieren.

Den Tieren, die sich übrigens kurz nach dem Abrücken der Retter wieder blicken ließen, gehe es aktuell gut, so der Befund einer Expertin. Nun soll für die Schildkröten neben dem Teich eine Mulde gebuddelt werden, die kein Wasser verliert.

(hr)
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