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Remscheid
Unbekannte wüten in der Nacht nach Rosenmontag in der Altstadt

Remscheid: Unbekannte wüten in der Nacht nach Rosenmontag in der Altstadt
Am frühen Morgen montiert ein Handwerker über die zerstörte Schaufensterscheibe des Wäscheladens eine Spanplatte montiert.
Remscheid. In einem Wäschegeschäft wird die Scheibe eingeworfen. Ein Einbruch in die Bäckerei Beckmann gegenüber scheitert. Feuerwehr fährt viele Einsätze. Von Jan Dobrick und Carola Siedentop

In der Nacht nach Rosenmontag haben Unbekannte in Lennep gewütet: An der Wetterauer Straße ist die Scheibe eines Wäschegeschäftes eingeschlagen worden, die Auslage verwüstet. Und das war nicht das einzige Ziel der Täter.

Mit Spanplatten wird am frühen Dienstagmorgen die zerborstene Scheibe des Dessous-Geschäfts "Schönes für drunter" abgedeckt. Die Auslage ist leergeräumt, hier haben die Täter zugegriffen. Um drei Uhr nachts rief die Polizei Inhaberin Marion Gottschalk an, um ihr von dem Einbruch zu berichten. "Das ist natürlich ein Schock. Ich habe eine tierische Wut im Bauch, dass sich die Leute so am Eigentum anderer vergreifen", sagt die Geschäftsfrau. Es ist nicht der erste Einbruch in ihren Laden. 2014 wurde das Türschloss zerstört und das Geschäft leergeräumt.

Nicht nur das Dessous-Geschäft war in der Nacht das Ziel der Randalierer: Gegenüber in der Bäckerei Beckmann versuchten sie ebenfalls einzubrechen. Die Täter scheiterten, aber das Türschloss ist kaputt. Die Bäckerei musste gestern Vormittag noch geschlossen bleiben.

Auch auf der Straße ist die Spur der Verwüstung sichtbar: Schwere Blumenkübel aus Stein wurden umgestoßen. Rosenmontag hatten die Lenneper Karneval in einem Zelt auf dem Jahnplatz gefeiert.

Ob es einen Zusammenhang gibt, ist unklar. Bislang ist nicht bekannt, dass es in der Karnevalsnacht zu größeren Zwischenfällen gekommen ist, sagte eine Sprecherin der Polizei. Auch die Feuerwehr verzeichnete eine im Vergleich eher ruhige Karnevalsnacht. Vom Sturm blieb Remscheid weitestgehend verschont. Nur einmal musste eine Einsatzgruppe zur Beseitigung eines Baumes an der Blumenstraße ausrücken.

Der Sanitätsdienst dagegen hatte alle Hände voll zu tun. Im Zusammenhang mit dem närrischen Treiben verzeichneten die Retter insgesamt 80 Einsätze. Zwölf davon bezogen sich auf stark alkoholisierte Personen. Drei dieser Patienten waren unter 18 Jahren alt

Quelle: RP
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