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Remscheid
Unfall bei Flugtag auf Segelflugplatz

Remscheid: Unfall bei Flugtag auf Segelflugplatz
Kira (15) aus Remscheid strahlt nach ihrem Tandemsprung aus 3000 Metern Höhe. Uli vom Fallschirmspringerclub brachte sie sicher nach unten, FOTO: jumo
Remscheid. Cessna rutschte über die Landebahn hinaus. Viele machen Tandemsprung. Von Marion Gerdel und Stephan Büllesbach

Schrecksekunde gestern Mittag: Bei der Landung kam eine Cessna 205 nicht mehr rechtzeitig am Ende der Start- und Landebahn zum Stehen und prallte in die Böschung. Der Pilot erlitt dabei eine Platzwunde am Kopf, wurde aber sicherheitshalber ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht. Das teilte Veranstaltungsleiter Uwe Bauten auf Anfrage der BM mit.

Warum die Maschine nicht zum Stehen kam, war gestern noch ungeklärt. Direkt nach dem Zwischenfall und bis zum Ende der Bergung wurden der Flugbetrieb und das Rahmenprogramm auf dem Flugplatz Leye ausgesetzt. Als die beschädigte Cessna gegen 14.30 Uhr wieder auf der Start- und Landebahn stand, konnte mit dem gesamten Programm fortgefahren werden.

Bis zu dem Unfall verliefen die Tage der offenen Tür positiv. Andreas Przybyla und Jens Thiele beantworteten am Info-Stand auf dem Fluggelände alle Fragen der vielen hundert Besucher. Am häufigsten erkundigten sich die Gäste darüber, wie man den Pilotenschein erwerben kann, welche Kosten auf den künftigen Flieger zukommen oder wie lange die Ausbildung dauert.

Die meisten wollten aber nur die vielen ausgestellten Flugzeuge, allen voran die Antonov AN2, den größten Doppeldecker der Welt, einmal so nah erleben, wie man sonst selten die Gelegenheit hat. Viele starteten zu sogenannten Einführungsflügen mit Motor- oder Segelflugzeugen über Radevormwald und die umliegenden Talsperren. Eine Chance, die Heinz Dieter Schäfer seit Jahren nutzt. "Ich komme jedes Jahr hierher", erzählte der 78-Jährige. "Inzwischen habe ich alle Flugzeugarten, die hier starten, schon mal durchprobiert. Ich bin sogar schon einen Looping mitgeflogen." Nur den Tandem-Fallschirmsprung habe er noch nicht ausprobiert.

Die Möglichkeit dazu hätte er aber auch gehabt. Wieder war der Fallschirmclub Remscheid zu Gast und bot den Gästen die Möglichkeit, sich der Herausforderung eines Fallschirmsprungs zu stellen. "Meine älteste Tandemspringerin war 86 Jahre alt", erinnert sich Jan Müller, der gemeinsam mit drei weiteren sogenannten Tandem-Mastern rund 70 Sprünge anbot. "Zum Springen muss man sich nur fit fühlen. Wenn man zum Flugzeug geht, hat man den wichtigsten Schritt getan. Wer dann einsteigt, springt auch raus", betonte der Fallschirmsprunglehrer. Diese Begeisterung zu wecken, ist das Ziel von Klaus Mathies vom Vorstand des Fallschirmclubs. "Wir kommen seit 30 Jahren jedes Jahr zum Tag der offenen Tür", berichtet er. "Es wollen so viele Gäste mit uns springen, dass wir gar nicht alle mitnehmen können."

Quelle: RP
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