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Remscheid
Unfall mit S 7 - Zug überfuhr das Haltesignal

Zug rammt Auto auf Bahnübergang
Zug rammt Auto auf Bahnübergang FOTO: Hertgen, Nico
Remscheid. Der Zug der Regionalbahn S 7, der am Montagabend am Bahnübergang Blumentalstraße mit einem Auto zusammenstieß, hatte zuvor ein Haltesignal überfahren. Das hat eine Auswertung des Diagnosegerätes der Lok ergeben.

Dies schreibt die Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Eisenbahnbundesamtes (EBA) in einem Zwischenbericht. Der Zug wurde zwar automatisch "zwangsgebremst" setzte seine Fahrt dann aber fort - und stieß mit dem Auto zusammen. Der Autofahrer erlitt einen Schock. Er hatte Glück, dass der Zug nach der Bremsung nur langsam fuhr.

Unklar ist, warum der Zug nicht stehenblieb, sondern seine Fahrt fortsetzte. Die Untersuchungen seien nicht abgeschlossen, sagte Moritz Huckebrink vom EBA. Ausgewertet werden unter anderem die Zugfunkgespräche zwischen Triebfahrzeugführer und Fahrdienstleiter. Auch werde die "betroffene Eisenbahninfrastruktur" unter die Lupe genommen. "Das betrifft insbesondere die Sicherungstechnik der Bahnübergänge." Abellio-Sprecher Philipp Liebermann hatte gestern auf BM-Anfrage "keine Erklärung dafür", warum der Zug trotz Zwangsbremsung weiterfuhr.

Der Unfallzug sei derzeit nicht im Einsatz, sondern in der Werkstatt. Bahnsprecher Dirk Pohlmann erneuerte die Aussage, dass die Schrankenanlage einwandfrei funktioniert habe. Es gebe "keine Hinweise" auf einen technischen Fehler. Überrascht zeigte sich Pohlmann über den Bericht der Polizei. Demnach sei der Autofahrer in den Gleisbereich eingefahren obwohl sich der Verkehr zurückstaute.

(hr)
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