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Remscheid
Unternehmer wollen Neues wagen

Remscheid: Unternehmer wollen Neues wagen
Trugen zum gelungenen "Innovationstheater" bei (v.l.) : Moderatorin Kristian Hellwig sowie die Unternehmer Christian Klostermann, Alexander Jungk, Dr. Peter Dültgen und Inga Bauer. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Die Initiatoren des "Innovationstheaters" zeigten sich zufrieden mit dem ersten Treffen im Teo Otto Theater. Bei den Remscheider "Querdenkers" ist es auch erlaubt, mal einen Fehler zu machen. Von Stefanie Bona

Mut haben, Neues wagen und nicht immer direkt "Nein" sagen - dieses Fazit nahmen die Gäste des ersten Remscheider Innovationstheaters am Montagabend mit nach Hause. Rund 160 Gäste versammelten sich im Teo Otto Theater, um neue Netzwerke zu spinnen und von mutmachenden Beispielen unternehmerischen Handelns zu hören. "Es war klasse. Sich neuen Wegen nicht verschließen und die Mitarbeiter immer mitnehmen - diese Erkenntnis habe ich für mich aus dem Abend gezogen", sagte Thomas Raabe, Geschäftsführender Gesellschafter des Sportartikelherstellers "Schmidt Sports" aus Solingen.

Bevor sich die Besucher im Theaterfoyer zum Kennenlernen und Erfahrungsaustausch trafen, gab es im Saal vier mitreißende Referate verschiedener Unternehmer, die über neue Projekte und Herausforderungen sprachen. Inga Bauer, Geschäftsführerin der Remscheider Böcker und Bauer GmbH & Co. KG, trug mit "Mut" die Botschaft des Abends auf dem Pullover und sprach engagiert über die Neuausrichtung der Geschäftsfelder in ihrem Unternehmen. "Ihr Vortrag hat mich sehr begeistert", lobte Thomas Raabe.

Neben Christian Klostermann von der Firma Klostermann und Peter Dültgen von der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe gab Alexander Jungk einen Einblick in die Geschäftstätigkeit der Firma Rathmann. Er zeigte, dass sich Visionen durchaus verwirklichen lassen.

Als klassischer Handwerksbetrieb ist der Remscheider Fensterbauer sogar in Hongkong und anderen Teilen der Erde aktiv, liefert und montiert Fenster. "Ich sehe immer noch 95 Prozent unserer Umsätze an unserem Standort im Bergischen. Wenn sich aber auf dem Weltmarkt Chancen ergeben, werde ich sie nicht liegenlassen", sagte der Geschäftsinhaber.

Dass es auch mal Rückschläge gibt, verhehlte keiner der Referenten. "Genau das hat mir als junger Gründer sehr geholfen. Von den Erfahrungen kann ich auf jeden Fall profitieren. Man hat gehört, dass man auch mal Fehler machen kann und es trotzdem weitergeht", sagte der Mitbegründer der Remscheider Biermarke "Remscheider Bräu", Marc Rüger. Er würde sich sehr wünschen, dass das Innovationstheater keine Eintagsfliege bleibt. Zwei bis drei Mal im Jahr könne eine solche Veranstaltung sicher wertvolle Impulse geben.

Dementsprechend zufrieden waren auch die Initiatoren des von Kristina Hellwig moderierten Events, das sich explizit an alle Unternehmer und nicht nur an Startups richtete. Unter dem Namen "Querdenkers" hatten sich Oliver Knedlich, Marc Schmidt, Peter Schniering und Ingo Lückgen von der städtischen Wirtschaftsförderung zusammengetan, um den Anstoß zu mehr Austausch zu geben. "Wir wollten den positiven Schwung der letzten Zeit mitnehmen. Was uns an Remscheid gestört hat, war das ewige Jammern", sagte Schniering gegenüber der BM.

Wer eine Unternehmensidee habe oder wer sich als gestandener Unternehmer mit Veränderungen trage, solle durch Erfahrungen anderer profitieren können, ergänzte Marc Schmidt. Dass die Idee ankommt, zeigte die Resonanz, mit der die Initiatoren sehr zufrieden waren.

Quelle: RP
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