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Remscheid
Vereine: Festplatz bleibt, DOC-Parkhaus zieht um

Remscheid: Vereine: Festplatz bleibt, DOC-Parkhaus zieht um
Die Flammen schlagen hoch beim Osterfeuer auf dem Kirmesplatz. Klaus Kreutzer drängt auf eine gute Lösung für die Lenneper Vereine. FOTO: Jumo(/Archiv)
Remscheid. Ein neuer Vorschlag bringt Bewegung in die durch die DOC-Pläne ausgelöste Diskussion um den Ersatz für den wegfallenden Festplatz. Von Henning Röser

Drei Tage vor der entscheidenden Gesprächsrunde mit der Stadtverwaltung über einen angemessenen Ersatz für die durch das DOC wegfallenden Flächen für die Lenneper Brauchtumsfeste haben die vier betroffenen Vereine gestern eine weitere Lösung ins Spiel gebracht.

Demnach soll der Kirmesplatz in Lennep "ertüchtigt" und weiterhin als Festplatz genutzt werden. Auf dem einige hundert Meter vom DOC entfernten Gelände am Talsperrenweg, wo bisher Parkplätze für DOC-Mitarbeiter geplant sind, soll stattdessen das bislang auf dem Kirmesplatz geplante Parkhaus gebaut werden. Die Topographie mache das möglich, sagte Klaus Kreutzer vom Verkehrs- und Förderverein Lennep gestern vor Journalisten. Der Fußweg zum Center sei für Besucher nicht weit. Einen gleichlautenden Antrag haben alle Vereine im Rahmen der Offenlage zur DOC-Planung bei der Stadt eingereicht.

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Der neue Vorschlag sei eine Reaktion darauf, dass die Stadt in den vergangenen drei Jahren keinen funktionierenden, akzeptablen Ersatzvorschlag gemacht habe. Zugleich seien alle Vorschläge der Vereine abgeschmettert worden, sagte Kreutzer. Wie berichtet, hatten die Lenneper Karnevalsgesellschaft (LKG), der Schützenverein 1805, der Schützenverein Eintracht und der Verkehrs- und Förderverein Lennep zuletzt eine freie Fläche im Gewerbegebiet an der Karlstraße ins Spiel gebracht. Diesen Vorschlag lehnt die Stadt aber ab, sie möchte die Flächen lieber an Firmen verkaufen.

Die von der Stadt angebotene Lösung, den größten Teil der Feste künftig auf der Robert-Schumacher-Straße abzuhalten, die dafür teilgesperrt werden muss, lehnen die Vereine durch die Bank ab. Es fehle hier die Verlässlichkeit bei der Planung, sagte Dieter Bornewasser von den Eintracht-Schützen. Er ist anders als die Stadt nicht überzeugt, dass die Klage eines Anwohners gegen das Fest ohne Chance ist. Ralf Flügge (Schützen 1805) ergänzte, dass die Chancen des Anliegers, der unzumutbare Einflüsse auf sein Geschäft fürchtet, mit jedem Fest, gegen das er Einspruch erhebt, steigen werden. Heißt: Die Pfingstkirmes findet vielleicht noch statt, das Oktoberfest dann eventuell schon nicht mehr. Auf diese Unsicherheit wolle sich kein Verein einlassen. Die Lenneper Vereine würden sich von der Stadt auch nicht "auseinanderdividieren" lassen. Gunter Brockmann (LKG) machte klar, dass sein Verein ohne die Einnahmen aus den Zeltveranstaltungen keinen Rosenmontagszug mehr auf die Beine stellen kann. Die nötig werdenden Umplanungen für das DOC halten die Vereine für machbar. Kreutzer sieht sogar eine Entlastung der Verkehrssituation an der Rader Straße.

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Quelle: RP
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