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Remscheid
Vereine: Neuer Festplatz im Gewerbegebiet ist die Lösung

Remscheid. Die Wählergemeinschaft unterstützt die Idee. Von Solveig Pudelski und Henning Röser

Lenneper Bürger- und Brauchtumsvereine schielen ein wenig neidisch auf ihre "Sportkollegen". Für sie gibt es den versprochenen Ersatz für das Röntgenstadion, wenn das Designer Outlet Center gebaut wird. Doch der Ersatz für das heutige Kirmesareal ist noch nicht in Sicht. Jetzt rücken Lenneper Vereine ihren Vorschlag in den Fokus und erhalten dabei Unterstützung von politischer Seite: Wie schon zuvor der Verkehrs- und Förderverein Lennep hält auch die W.i.R. das Gewerbegebiet am Bahnhof Lennep für das beste Areal zum Feiern.

In der Reihe der Bergischen Morgenpost "Reden wir über Lennep", die diesmal in den wunderschön sanierten Räumen von Merkana-Reisen lief, erinnerte Gesprächsgast Klaus Kreutzer an die Zusage der Stadt, im ersten Quartal werde die Lösung präsentiert. "Nach vier Gesprächsterminen bei der Stadt sind wir immer noch nicht weiter. Unsere Vorschläge wurden alle zerschlagen, und die Vorschläge der Stadt sind nicht machbar", sagt der Vorsitzende des Verkehrs- und Fördervereins.

Lennepebachtal, Parkplatz der DOC-Mitarbeiter an der Ringstraße und zum Schluss die Robert-Schumacher-Straße - diese Ideen führten nicht zum Ziel. "Unser Festzelt fürs Oktoberfest mit einer geforderten fünf Meter breiten Umfahrung passt nicht auf diese Straße", sagt Kreutzer. Und das in den Jahren immer erfolgreichere gesellschaftliche Ereignis mit rund 5000 Gästen schrumpfen zu lassen, kommt für ihn nicht in Frage. Zudem befürchte er, dass das Vorhaben rechtlich torpediert und ausgehebelt wird: Der Eigentümer der dortigen Einzelhandelsimmobilien werde eine Feiermeile an dieser Stelle verhindern wollen. Gunther Brockmann, Vorsitzender der Lenneper Karnevalsgesellschaft, bemängelte, dass eine Infrastruktur fehle. "Ich stelle dort keine Schilder auf", kündigte er an. Auch für seinen Verein sei ein Festplatz an der Karlstraße die beste Lösung.

Roland Kirchner (W.i.R) rechnete im BM-Gespräch vor, dass im Gewerbegebiet am Bahnhof eine ausreichend große Fläche frei ist, die von allen vier betroffenen Vereinen ideal genutzt werden könnte. Verkehrseinschränkungen für die Bürger wie an der Robert-Schuhmacher-Straße, die an acht Wochen im Jahr teilgesperrt werden müsste, würden wegfallen. Auch müsste die Stadt im Lennepebachtal keinen Platz für das Osterfeuer herrichten. Zudem könne der Platz außerhalb der Festtermine auch vermarktet werden. Auch darum hält Kirchner die finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt, wenn das Grundstück nicht an eine Firma verkauft wird, für vertretbar. Es müsse lediglich der Schuldendienst für die wegfallende Einnahmen aus dem Verkauf kompensiert werden. Das wären derzeit maximal 10 000 Euro.

Quelle: RP
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