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Remscheid
Vereine wollen Klarheit über Festplätze

Remscheid: Vereine wollen Klarheit über Festplätze
Richtig 'was los: Wie ausgelassen Lenneper mit ihren Gästen feiern können, zeigen diese Bilder von der Altweiberparty (LKG), vom Oktoberfest (Verkehrs- und Förderverein) und vom Schützenfest der Eintrachtschützen. Die ehrenamtlicher "Event-Manager" wollen jetzt wissen, wo künftig gefeiert werden darf. FOTO: Hertgen
Remscheid. Jahn- und Kirmesplatz weichen DOC. OB Mast-Weisz sichert zu, dass mit jedem Veranstalter nochmals gesprochen wird. Von Solveig Pudelski

Lennep feiert gerne und ausgiebig. Ob Oktoberfest, Altweiberparty, Kirmes und Schützenfest, Osterfeuer, Winzerfest, Lenneper Sommer und vieles mehr - die Vereine der Röntgenstadt stellen viel auf die Beine und mobilisieren Tausende, die in die Festzelte strömen. Doch wo werden diese künftig aufgeschlagen, wenn das Designer Outlet-Center gebaut wird und Feststandorte schluckt? Darüber diskutieren die Vereine heftig untereinander.

"Endlich Klarheit" fordern jetzt Gunther Brockmann, Vereinschef der Lenneper Karnevalsgesellschaft, und Dr. Ralf Flügge, Vorsitzender des Lenneper Schützenvereins 1805. "Wir wollen eine genaue Liste, wer wo künftig feiert", sagt Brockmann. Man werde die Stadt beim Wort nehmen, die allen Vereinen einen Ersatzfestplatz versprochen habe. Mit einem Brief an Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz wolle man diese Zusicherung nochmals ausdrücklich einfordern.

Wie berichtet, war bei allen DOC-Planungen eine Maßgabe, dass den Vereinen im "Verdrängungsprozess" adäquater Ersatz angeboten wird. Gleich zwei Festplätze fallen in der Röntgenstadt weg: der Kirmesplatz und der Jahnplatz. Den im Röntgenstadion trainierenden Sportvereinen wurde zugesichert, dass in Hackenberg eine neue Sportanlage entsteht. Und die Brauchtumsvereine sollen weiter ihre Feste steigen lassen können.

Weil aber für die ehrenamtlichen Veranstalter, die Verträge abschließen wollen, vieles noch im Unklaren sei, wachse die Unruhe. "Klappt es wirklich mit der Robert-Schumacher-Straße als Platz für Kirmes und Karneval?", fragt Brockmann. Und wie steht's dort sowie auf dem Parkplatz der DOC-Mitarbeiter, wo das Oktoberfestzelt ab 2017 stehen soll, mit der Infrastruktur - sprich Strom- und Wasserversorgung ?

"Diese Details sollen noch in Gesprächen mit den Vereinen geklärt werden", räumte OB Burkhard Mast-Weisz gestern ein. "Aber wir stehen zu unserer Verantwortung, dass es für jedes Lenneper Fest einen Standort in Lennep geben wird." Wo die Festivitäten ermöglicht werden, sei allen Vereinen bereits dargelegt worden. Die Pfingstkirmes und die Veranstaltungen der LKG sollen auf der Robert-Schumacher Straße Platz finden. Zur Erinnerung: Dort gab es bereits einen erfolgreichen Testlauf mit der Kirmes. Aber ein Jahr später sorgten Widerstände eines Immobilienbesitzers, der kurzerhand eine Zufahrt zum Parkplatz Aldi und Rewe sperren ließ, dafür, dass die Pfingstkirmes zum Ärger der Eintracht-Schützen doch wieder auf den von Schaustellern kritisierten "Pfützenplatz" ausweichen musste. Auf dem geplanten Parkplatz für die DOC-Mitarbeiter an der Ringstraße/Talsperrenweg könne das Oktoberfest der Verkehrs- und Fördervereins steigen. Das vom Verein seit Jahren organisierte Osterfeuer allerdings werde im Lennepe-Bachtal entzündet. Eine Arbeitsgruppe aus dem Rathaus werde mit jedem einzelnen Verein noch Gespräche führen. Um die Infrastruktur kümmere sich die Stadt, sicherte Mast-Weisz zu.

Quelle: RP
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