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Remscheid
Verkaufsoffener Sonntag - Arbeit am Kompromiss

Remscheid. Ohne endgültiges Ergebnis ist das Gespräch im Büro von Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke über einen verkaufsoffenen Sonntag in der Remscheider Innenstadt und in Lüttringhausen am 3. Dezember verlaufen. Von Christian Peiseler

Neben der Rechtsdezernentin nahmen Jürgen Beckmann, Leiter des Ordnungsamtes, Ralf Wieber vom Markteingrat Innenstadt, Christiane Karthaus, Vorsitzende des Lüttringhauser Heimatbundes sowie Andrea Schwenke, Leiterin des Allee-Centers an dem Treffen teil. Die Atmosphäre sei sehr gut gewesen, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Die in dem Gespräch diskutierten Vorschläge müssten nun in den Vereinen besprochen werden. Ein nächstes Treffen sei vereinbart. Ein Termin steht aber noch nicht fest.

Der Heimatbund Lüttringhausen hatte sich zu Beginn des Jahres gegen Planungen ausgesprochen, parallel zum Lüttringhauser Weihnachtsmarkt am 3. Dezember auch eine Veranstaltung mit verkaufsoffenem Sonntag in der Innenstadt zu genehmigen. Ein solcher kommerzieller Weihnachtsmarkt würde zulasten des gemeinnützigen Lüttringhausener Weihnachtsmarktes gehen. In einem Gespräch mit der Bergischen Morgenpost beschrieb Christiane Karthaus in dieser Woche eine mögliche Kompromisslinie: Das Allee-Center veranstalte ein Mitternachtsshopping, der Sonntag aber gehöre den Einzelhändlern und dem ideellen Weihnachtsmarkt in Lüttringhausen.

Vor gut sechs Wochen hat der Marketingrat Innenstadt erneut einen Anlauf unternommen, um in diesem Jahr noch einen verkaufsoffenen Sonntag in der Adventszeit zu veranstalten. Im ersten Anlauf war er gescheitert, weil die geplanten Aktivitäten nicht den Standards entsprachen, die für eine Genehmigung verlangt werden. Der Stadt Remscheid liegt ein Antrag für eine Veranstaltung am Sonntag, 3. Dezember, vor. Als Veranstaltungsort sind der Theodor-Heuss-Platz und große Teile der Alleestraße vorgesehen. Die Veranstalter erwarten 20.000 Besucher. Als etablierte Attraktion und Ausgangspunkt des Tages wird der Weihnachtmarkt vor dem Rathaus mitsamt der Eisbahn genannt. Dort, sowie im angrenzenden Allee-Center und auf der Alleestraße soll an diesem Tag eine großes Kinder- und Familienfest stattfinden.

Allee-Center-Managerin Andrea Schwenke will sich bisher nicht damit abfinden, dass die 200 Geschäfte in der Innenstadt am ersten Adventssonntag geschlossen bleiben müssen, damit ein Dutzend in Lüttringhausen öffnen. Für Remscheid wäre das aus ihrer Sicht ein echtes Manko.

Quelle: RP
 
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