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Remscheid
Verkehr - in der Petersgasse leben die Anwohner gefährlich

Remscheid: Verkehr - in der Petersgasse leben die Anwohner gefährlich
Mit einem großen Plakat machen die Anwohner auf die maximale Geschwindigkeit von sieben Stundenkilometern aufmerksam. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. 120 Autos pro Stunde fahren an dieser Stelle zu Stoßzeiten durch die Altstadt. Bürger fordern die Einrichtung einer Sackgasse. BV Lennep eingeschaltet.

Kaum hat sich am Samstag der Bürgerprotest gegen Raserei am Munsterplatz formiert, wird das Dilemma deutlich: Binnen weniger Minuten durchfahren zahlreiche Autos das Nadelöhr zwischen Munsterplatz und Petersgasse, in die von rechts kaum einsehbar die Paulsgasse und Hauszugänge münden. Mit Transparenten und aufgestellten Pylonen machten die Anwohner auf ihr Anliegen aufmerksam. Ihre Forderung: "Mit Ausnahme von Markttagen sollte die Petersgasse wieder zur Sackgasse werden. Früher gab es dazu an der Einmündung zur Wetterauer Straße zwei Pfosten", erklärt Hermann Schön, der im Namen der Anwohnergemeinschaft das Thema auch an die Bezirksvertretung Lennep herangetragen hat.

In der nächsten Sitzung soll darüber beraten werden. Die aufgestellten Poller hätten bewirkt, dass man am Munsterplatz zwar parken konnte, aber dann wieder in Richtung Alter Markt zurückfahren musste. "Der Begegnungsverkehr zwang zur Rücksichtnahme und verhinderte allzu hohe Geschwindigkeiten", erläutert Schön. Nun, wo in der Lenneper Altstadt gerade während der Sommermonate zahlreiche Events stattfinden, habe sich die Situation verschärft, weil es eben dauerhaft zu Durchgangsverkehr komme. Zu Stoßzeiten zähle man rund 120 Fahrzeuge in der Stunde. "Um es klar zu sagen: Wir haben überhaupt nichts gegen die Veranstaltungen. Nur muss die geltende Höchstgeschwindigkeit beachtet werden", betont er.

Fahre man aus Richtung Mollplatz kommend nach rechts in die Neugasse und damit in die Altstadt, sei das Hinweisschild auf die verkehrsberuhigte Zone überhaupt nicht zu sehen. Dass hier Schritttempo bis maximal sieben Kilometer in der Stunde gilt, werde damit entweder nicht wahrgenommen oder ignoriert. Im Übrigen habe die Petersgasse eine Durchfahrtsbreite von 2,80 Metern - für die vielen durchfahrenden Transporter viel zu eng. Ein Anwohner habe deswegen eine Metallschiene an seinem Haus angebracht, damit seine Fassade nicht immer wieder beschädigt wird. Bereits vor drei Jahren hat sich die Nachbarschaft mit ihren Sorgen an die Stadtverwaltung gewandt. Mit wenigen Sätzen wurde in einer E-Mail die aktuellen Verkehrsführung als alternativlos dargestellt.

(bona)
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