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Remscheid
Viel Ärger mit Telefon und Internet

Remscheid. Der Online-Einkauf steht häufig im Mittelpunkt der Gespräche bei der Verbraucherberatung Remscheid. 5.120 Anfragen haben die Mitarbeiter bearbeitet. Die Stadt hat den Mietvertrag für die Räume an der Alleestraße verlängert. Von Anna Mazzalupi

Die Verbraucherzentrale Remscheid ist nach wie vor ein gefragter Ansprechpartner bei Problemen. Mit insgesamt 5120 Anfragen von Ratsuchenden im vergangenen Jahr hält die Beratung das Vorjahresniveau. Das persönliche Gespräch in der Beratungsstelle in der Alleestraße 32 bildet mit 3.592 Anfragen die beliebteste Anlaufstelle für die Bürger. Passend zu der starken Inanspruchnahme hat die Stadt den Vertrag mit der Verbraucherzentrale bis 2019 verlängert.

"Telefon und Internet bleiben Hauptthema", sagte Lydia Schwertner, Leitern der Verbraucherzentrale, bei der gestrigen Vorstellung der Zahlen aus 2015. Rund 24 Prozent der Verbraucherprobleme drehten sich um dieses Thema. Bei den 1005 durchgeführten Rechtsberatungen machen Telefon und Internet als Problem die Hälfte aus. Häufig ging es dabei um nicht nachvollziehbare Posten in der Rechnung des Telefonanbieters oder um Schwierigkeiten bei der Kündigung von Verträgen. Aber auch Werbeanrufe, die zur Teilnahme an Gewinnspielen drängten, sorgten für Ärger beim Verbraucher.

Beim Internet stand vor allem der sichere Online-Einkauf im Fokus der Beratungen. Obwohl mindestens eine kostenfreie Bezahlungsmethode angeboten werden muss, stellen manche Anbieter immer wieder nur eine kostenpflichtige Methode zur Verfügung. Schwertner rät dazu, sich vorher über die Bezahlungsmöglichkeiten zu informieren und gegebenenfalls auf den Kauf zu verzichten. Außerdem sollte man vor dem Kauf einen Blick auf das Impressum werfen sowie auf Gütesiegel achten.

Für eine Überraschung bei der Verbraucherzentrale selbst sorgte das sogenannte "Call ID Spoofing", bei dem sich Betrüger als die Verbraucherzentrale ausgaben. Mit dieser Methode können Betrüger jede beliebige Nummer auf dem Display des Angerufenen erscheinen lassen.

Das passierte auch einer Remscheiderin, der die vermeintliche Beratungsstellenleiterin empfahl, auf die Zahlungsforderung einer Gewinnspielermittlung einzugehen. Tipp: Wie in diesem Fall, sollte man auflegen und die angegebene Nummer zurückrufen. Einen weiteren Teil der Beratungen machten die allgemeinen Dienstleitungen wie Mahnungen oder Kaffeefahrten mit 19 Prozent aus. "Massiv sind unberechtigte Inkassoforderungen aufgefallen", merkt die Expertin an. Diese kämen stellenweise sogar von Büros, die noch nicht einmal existierten. Auch Null-Prozent-Finanzierungen und deren Kostenfallen beschäftigten die Verbraucherberater. Zudem waren zu einem kleinen Teil Finanzen sowie Energie wichtige Themen in 2015.

Für das neue Jahr stehen vor allem praktische Tipps zur Sperrung von Drittanbietern, der Verkauf von Strom- und Gasverträgen an der Haustüre sowie das neue Basiskonto ab dem 18. Juni auf der Agenda der Remscheider Verbraucherzentrale.

Quelle: RP
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