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Remscheid
Viel Applaus für Kontraste im Klangteppich

Remscheid. Auf Einladung der Bergischen Musikerinitiative traten drei Bands in der Kraftstation auf. "Equal", "Diversity of Darkness" und "Samsara Circle" boten einen breiten stilistischen Querschnitt. Von Hagen Thiele

Zum Konzert der Bergischen Musikerinitiative traten drei Bands aus den unterschiedlichsten Sparten von Rock und Metal am Freitag in der Kraftstation auf. Die Solinger Gruppe "Equal" hielt sich nicht an Genregrenzen und machte das, was zu ihren atmosphärischen Songs jeweils am besten passte. Die Wuppertaler und Remscheider von "Diversity of Darkness" setzten auf symphonischen Metal im Stile von Nightwish. Mit modernem und zum Teil hartem Metal versuchten die Düsseldorfer von "Samsara Circle" das Publikum zu überzeugen. Obwohl es die Gruppe gerade einmal fünf Monate gibt, blieb vor allem "Diversity of Darkness" in Erinnerung. Die Mischung aus dem operettenhaften Gesang von Veronika Bliss und den harten Tönen, die Sänger Timo Dieckmann anstimmte, sorgte für spannende Kontraste und eine dichte Atmosphäre. Mit Keyboarder Kai Beermann gesellte sich eine gute Portion Bombast in den Klangteppich der Band. Hinzukamen treibende Gitarren- und Bassläufe sowie ein punktgenaues Schlagzeug.

Die Songs bestachen durch Reife in der Komposition. Viele Elemente blieben gleich im Ohr, gelungene Überraschungen hielten die Spannung aufrecht. Doch Bliss stach am meisten heraus. "Die Stimme hat mir einfach sehr gut gefallen", meinte der Solinger Marvin Jäckel. Dem stimmten scheinbar auch die anderen Besucher zu und entlockten der Band mit viel Applaus eine Zugabe. Da machte es auch nichts, dass die Zuschauerreihen überschaubar waren. "Die Leute waren gut drauf, das ist viel wichtiger", meinte Beermann nach dem Auftritt.

Ebenfalls für gute Stimmung sorgten zuvor die Musiker von "Equal", die zwischen Deutschrock und Dark Metal je nach gewünschter Atmosphäre wechselten. Besonders der abwechslungsreiche Gesang erwies sich dabei als großer Pluspunkt, so dass Stücke wie "Dämon" schön schauerlich klangen. "Wir wollen mit unserer Musik einfach Geschichten erzählen", sagte auch Sänger "Mischa" bei einer Ansage.

Weniger um Atmosphäre und Texte, sondern viel mehr um schnelle Riffs und treibende Rhythmen ging es bei "Samsara Circle". Die Gruppe aus der Landeshauptstadt hatte allerdings einen schweren Stand in Remscheid und spürte am stärksten, dass die Kraftstation nur mäßig gefüllt war. Der energiegeladene Auftritt verpuffte leider zu großen Teil im Vakuum, obwohl die Musiker eine technisch einwandfreie Leistung boten.

Quelle: RP
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