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Remscheid
Viele Eltern legen Wert auf Musikstunden

Remscheid: Viele Eltern legen Wert auf Musikstunden
An der Musikschule gibt es nun verstärkt Harfenunterricht, weil das Instrument bei jungen Leuten zurzeit hoch im Kurs steht. FOTO: jumo (Archiv)
Remscheid. 2000 Schüler haben sich bei der Musik- und Kunstschule angemeldet. Die Harfe ist zu einem beliebten Instrument geworden. Von Stefanie Bona

In diesen Tagen präsentiert sich die städtische Musik- und Kunstschule (MKS) mit ihrer "MKS Woche 2016" bei Konzerten und Veranstaltungen im ganzen Stadtgebiet. Dass sie in allen Bezirken durch ihren Instrumentalunterricht, musikalische Früherziehung, Tanzangebote und Chorarbeit vertreten ist, sei ein großes Plus der Einrichtung, glaubt MKS-Leiter Stefan Steinröhder. Derzeit hat die Musik- und Kunstschule rund 2000 Schülerinnen und Schüler.

Einen Schub habe die Beteiligung am kulturellen Bildungsprogramm "JeKits" - Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen" des Landes Nordrhein-Westfalen gebracht. Damit habe man weitere Schulen zur Kooperation gewinnen können, erklärt Steinröhder. Bei den Instrumenten verzeichne die Harfe neben den "Klassikern" Gitarre, Blockflöte, Klavier und den Streichinstrumenten einen besonderen Zulauf. Daraufhin habe man einen zusätzlichen Unterrichtstag einrichten müssen. Die Schülerstruktur sei im Vergleich zu den Vorjahren stabil. "Es gibt immer noch viele Eltern, die ihren Kindern eine musikalische Grundausbildung ermöglichen wollen", sagt der MKS-Leiter hinsichtlich der vorschulischen Angebote. Schwierig werde es bei den Jugendlichen, sobald sie die Oberstufe erreichen. "Da bleibt wenig Zeit für Hobbys. Damit bricht auch uns regelmäßig die Spitze weg." Es habe sich aber herausgestellt, dass die jungen Leute nach Beendigung der Schule und mit beginnender Ausbildung wieder zur MKS zurückkehrten.

Bewährt habe sich hier das "Zehner-Karten-Modell". Damit könne man ein gewisses Kontingent an Unterrichtsstunden erwerben und mit den Lehrkräften individuell Termine vereinbaren. Viel sei auch im Bereich der Integration von Flüchtlingen in Zusammenarbeit mit dem Musikschulförderverein und dem Verein BAF erreicht worden. "Hier gibt es tolle Projekte, wie zum Beispiel den Flüchtlingschor."

Ebenso wird an der Kooperation mit dem Westdeutschen Tourneetheater festgehalten. Eine weitere Musicalaufführung soll es alsbald geben. Ein Vakuum sieht Steinröhder auch im Kunstbereich nicht. Wie berichtet, hatte die Stadt dessen Leiterin Dorothee Mügge im Juni fristlos entlassen. Die Stelle ist noch nicht wieder neu besetzt. "Trotzdem haben wir ein sehr schönes Kunstschulprogramm aufgelegt, das bald herauskommen wird", kündigt er an. Mit den Dozenten stehe zur Umsetzung ein sehr motiviertes Team zur Seite.

Zum geplanten Umzug vom heutigen Domizil an der Elberfelder Straße in die Räume der ehemaligen städtischen Galerie in der Scharffstraße berichtete Stefan Steinröhder, dass die Vorbereitungen laufen. "Ein genauer Termin, wann es soweit sein wird, ist uns aber noch nicht genannt worden."

Quelle: RP
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