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Remscheid
Viele Mitarbeiter der Sparkasse bei Kundgebung

Remscheid. Zwei Gruppen hob Verdi-Sekretär Lothar Reitzer gestern Vormittag bei der Begrüßung der Streikenden besonders hervor. Sowohl die Mitarbeiter der Bädersparte der Stadtwerke (H2O und Sportbad im Stadtpark) als auch die Mitarbeiter der Sparkasse Remscheid seien erstmals seit Jahren dabei. Die akustische Resonanz der Angesprochenen zeigte, dass vor allem die Sparkasse auf dem Ebert-Platz gut vertreten war.

Verdi-Gewerkschaftssekretär Matthias Beier, zuständig für den Bereich Finanzdienstleistungen im Bezirk Düssel-Rhein-Wupper, erklärte warum. Die Situation für die Beschäftigten des Kreditinstituts sei in dieser Tarifrunde eine besondere. Die Sparkassen hätten angekündigt, dass das ausgehandelte Verhandlungsergebnis (noch liegt kein Angebot vor) nur dann übernommen werden soll, wenn damit gleichzeitig Kürzungen in der Sparkassensonderzahlung einhergehen. Diese Sonderzahlung wird immer zum Ende des Jahres gezahlt und besteht aus einem garantierten sowie einem variablen Anteil. Diese geplante Verrechnung bringe die Beschäftigten auf die Palme, sagte Beier.

Seit drei Jahren erhalte die Gewerkschaft in Remscheid Zulauf. Mittlerweile liege der Organisationsgrad unter den insgesamt 330 Mitarbeitern der Sparkasse bei 60 Prozent. Es gebe eine wachsende Unzufriedenheit, was Entwicklungen im Hause betreffe, sagte Beier. Die Remscheider Kollegen wollten sich selber nicht öffentlich äußern. Der Warnstreik hatte gestern auch Auswirkungen auf das laufende Geschäft. Drei Filialen blieben am Handweiser, in Lüttringhausen und in Vieringhausen geschlossen, bestätigte Sparkassensprecher Markus Kollodzey.

(hr)
 
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