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Remscheid
Viele positive Entwicklungen im "Dorf"

Remscheid: Viele positive Entwicklungen im "Dorf"
Auf diesem Teilstück der Parkanlage im Bereich Kreuzbergstraße /Gertenbachstraße wird der Neubau der Metzgerei Nolzen errichtet. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. Der Heimatbund stellte bei einem gut besuchten Infoabend die zentralen Bauprojekte in Lüttringhausen vor. Von Stefanie Bona

Die Vorstellung der zentralen Bauprojekte in Lüttringhausen sorgte bei der öffentlichen Jahreshauptversammlung des Heimatbunds Lüttringhausen für einen vollen Saal. "So viele Gäste hatten wir zuletzt vor zehn Jahren", freute sich Peter Maar, der einstimmig im Amt des Vorsitzenden für weitere drei Jahre bestätigt wurde. Ausdrücklich bekannten sich Vorstand und Beirat des Bürgervereins zu den Plänen von Marcus Weber, Inhaber der Fleischerei Nolzen, seinen Verkauf mit integriertem Imbiss auf ein Teilgelände des Parks an der Kreuzberg-/Ecke Gertenbachstraße zu verlagern. Ende April sollen die Bauarbeiten starten, erfuhren die Besucher von Architekt Udo Frielingsdorf.

Gleichermaßen wohlwollend sieht der Heimatbund die Pläne zur Errichtung der neuen Anlage für barrierefreie Mietwohnungen an der Kreuzbergstraße. Vereinzelt gab es aus den Reihen der Versammlungsgäste Kritik, dass für die geforderten Stellplätze für den Metzgerei-Neubau zwei geschützte Bäume und für die Wohnbebauung ein historisches Schieferhaus weichen mussten. Doch auch hier sah der Vereinsvorstand die positiven Effekte für die Stadtteilentwicklung im Vordergrund. "Wir begrüßen die Projekte ausdrücklich", betonte der stellvertretende Vorsitzende Dirk Bosselmann. Volle Rückendeckung für seine Pläne und vor allem großen Respekt für seinen Mut, einen langen Leerstand in Lüttringhausen beseitigen zu wollen, erhält auch Immobilienunternehmer Klaus-Dieter Prang. Er hat Unter- und Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses an der oberen Gertenbachstraße gekauft, um hier nach einem Umbau eine Ladenpassage mit unterschiedlich großen Shops entstehen zu lassen. Mit Blick auf den Südbezirk, wo die dortige Bezirksvertretung hinsichtlich 32 leer stehender Ladenlokale die städtische Wirtschaftsförderung zum Handeln aufforderte, wünschte sich Peter Maar ebenso ein verstärktes Engagement der Stadtverwaltung in Lüttringhausen. "Wenn wir mal anfangen zu zählen, kommen wir mit Sicherheit auf eine ähnlich große Zahl an Leerständen."

Nicht locker lassen will der Heimatbund auch bei seinem Wunsch, die Verkehrsführung im Ortskern zu ändern. Das Rechtsabbiegegebot aus Richtung Eisernstein habe entscheidend dazu beigetragen, dass die historische Mitte Lüttringhausens nur noch wenig frequentiert sei, weil sie nicht mehr auf direktem Weg angefahren werden kann.

Seine Aktivitäten will der Heimatbund, der in diesem Jahr sein 90-jähriges Jubiläum feiert, mit der durch Bürgerspenden finanzierten Sanierung der Denkmalanlage neben der evangelischen Kirche fortsetzen. Im Frühsommer, so hoffen die Initiatoren, könne die restaurierte Anlage mit einem "kleinen Volksfest" gefeiert werden.

Quelle: RP
 
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