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Remscheid
"Vitamin B" hilft auf der Suche nach Ferienjobs

Remscheid: "Vitamin B" hilft auf der Suche nach Ferienjobs
Der Klassiker: Kellnern - wie hier bei Theoxane Gemin - gehört in den Ferien zu den beliebtesten Jobs für Schüler. FOTO: Dietrich janicki (Archiv)
Remscheid. Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, gibt Tipps und Informationen rund um die Frage, wie sich Schüler und Studenten ein paar Euro dazuverdienen können.

Ferien - das heißt für Schüler entspannen, Spaß haben und Seele baumeln lassen. Doch es geht auch anders: Denn Ferienjobs bieten Vorteile - und nicht nur finanzielle, findet Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal: "Es ist auch eine tolle Gelegenheit, ins Arbeitsleben "reinzuschnuppern" und Erfahrungen im künftigen Lehrberuf zu sammeln. Chefs haben die Chance, Jugendliche kennenzulernen und wer weiß: Vielleicht wird aus dem Ferienjobber von heute der Azubi von morgen." Was bei Ferienjobs zu beachten ist, beantwortet die Agentur für Arbeit hier: Wie finde ich einen Ferienjob? Häufig ergibt er sich durch "Vitamin B" - will heißen: Eltern, Verwandte und Bekannte kennen jemanden, der einen Ferienarbeiter sucht. Also ruhig im Familienkreis nachfragen. Auch über das Internet kann nach einem Ferienjob gesucht werden. Seriöse Angebote gibt es unter anderem bei www.ferienjobs4you.de. Gesucht werden kann auch über www.schuelerjobs.de oder die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Auch gut: Aushänge suchen oder selbst aushängen (zum Beispiel am Schwarzen Brett im Supermarkt) oder direkt bei Firmen fragen.

Ab welchem Alter sind Ferienjobs erlaubt? Ab dem 15. Geburtstag dürfen sich Jugendliche einen Ferienjob suchen, um ihr Taschengeld aufzubessern. Noch früher erlaubt ist es nur mit Ausnahmen. Ab dem 13. Lebensjahr dürfen Schüler mit Einwilligung der Eltern für maximal zwei Stunden pro Tag zwischen acht und 18 Uhr in bestimmten Bereichen unter altersgerechten Bedingungen arbeiten. Das sind zum Beispiel Jobs wie Babysitten, Zeitungen und/oder Werbung verteilen, Schülern Nachhilfe geben, Gartenarbeit erledigen sowie Tätigkeiten als Einkaufshilfe oder in der Tierbetreuung. Wie lange dürfen Schüler täglich arbeiten? Ab 15 Jahren dürfen Schüler maximal acht Stunden (ohne Pausen) pro Tag arbeiten. Allerdings muss die Arbeitszeit zwischen 6 und 20 Uhr liegen. Zwischen zwei Arbeitstagen müssen zwölf Stunden Pause liegen (Ausnahmen nur in der Gastronomie). Insgesamt dürfen maximal 35 bis 40 Stunden in eine Woche fallen und der Ferienjob muss auf maximal vier Wochen begrenzt bleiben. Wie viel muss und wie viel darf ein Ferienjobber verdienen? Der Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde gilt für Schüler unter 18 Jahren nicht. Überhaupt werden für Schülerjobs meist nicht so hohe Stundenlöhne gezahlt, dass man sich über die Überschreitung von Freibeträgen ernsthafte Gedanken machen muss. Zur Absicherung hier die Freibeträge: Bei der Einkommenssteuer liegt die Freigrenze aktuell bei 8820 Euro pro Jahr. Kindergeld bleibt bei einem Minijob unangetastet. Studenten, die Bafög beziehen, dürfen grundsätzlich bis zu 5400 Euro pro Jahr verdienen, damit ihr Anspruch bestehen bleibt. Wer bis zu maximal 70 Tage im Jahr in den Ferien arbeitet, muss keinen Beitrag zur Sozialversicherung zahlen.

(red/tk)
 
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