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Remscheid
Volksbank: Investition in Kitabau ist ein Gewinn für alle Seiten

Remscheid. 80 Betreuungsplätze entstehen bis August 2017 am Holscheidsberg. Bank kann sich weiteres Engagement vorstellen. Stadt muss neue Angebote schaffen. Von Henning Röser

Am 1. August 2017, zum Beginn des Kindergartenjahres 2017/18, soll die neue städtische Kita am Holscheidsberg fertig gestellt sein. Sie ersetzt die Container-Kita am Stadtpark, in die 65 Kinder Ende 2014 umziehen mussten, als ihre alte Kita an der Eberhardstraße wegen Schimmelbefalls kurzfristig geschlossen werden musste. Die neue Kita wird 80 Plätze in vier Gruppen bieten, alle sind für die Betreuung von unter 3-Jährigen ausgelegt.

Investor des Projekts ist die Volksbank Remscheid-Solingen, die mit diesem Projekt Neuland betritt. Der Vorstandsvorsitzende Frithjof Grande sprach gestern bei einem Pressetermin im Rathaus von einer "Win-Win-Situation". Die Bank könne etwas für die Stadt tun, in der sie zu Hause ist, und erhalte zugleich in einer Phase mit niedrigen Zinsen eine Möglichkeit, ihr Geld gut anzulegen. Die Bank erhält eine "marktgerechte" Miete von der Stadt. Die finanzschwache Stadt wiederum profitiert, weil ihr die Volksbank bei der Erfüllung einer gesetzlichen Pflichtaufgabe hilft. Durch höhere Geburtenzahlen und steigende Zuwanderung ist der Bedarf für neue Kitaplätze groß, sagte Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Erfreut nahm er daher die Ankündigung von Volksbank-Vorstand Andreas Otto zur Kenntnis, dass der Kitabau nicht das letzte Projekt dieser Art der Bank sein soll.

Die Volksbank wird die Patenschaft über die neue Kita übernehmen und damit ihrer Verantwortung als Inhaber verstärkt nachkommen. Schlagzeilen wie die über Schimmelbefall in der Eberhardstraße könne und wolle sich die Volksbank nicht erlauben, so Otto.

Grande sieht die Stadt auf einem guten Weg. Mit dem neuen Oberbürgermeister und seinem neuformierten Team in der Verwaltungsspitze sei die Zusammenarbeit sehr gut. Eine gutes Angebot an bezahlbaren Kitaplätzen sei ein wichtiger Standort-Faktor und damit auch ein Stück aktive Wirtschaftsförderung. So entsprang der Anstoß zum Kita-Engagement der Bank denn auch aus einem Gespräch mit dem neuen obersten Wirtschaftsförderer der Stadt, Robin Denstorff.

Die Volksbank kauft das Grundstück am Holscheidsberg von der Stadt. Neben der Kita mit Außengelände wird dort ein zweiter Bau entstehen. Eine Form von sozialem Wohnungsbau sei hier geplant, sagte Volksbank-Architekt Andreas Bona, ohne gestern schon in die Details gehen zu wollen. Ziel sei es, beide Projekte zeitgleich fertig zustellen. Dieser Teil des Geschäfts sei aber keineswegs dazu gedacht, den Gewinnanteil der Bank zu erhöhen, sagte Grande.

Quelle: RP
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