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Remscheid
Vorsicht Wespen - die besten Tipps vom Apotheker

Remscheid. Ende August haben Wespen "Hochkonjunktur" und sind bei Mahlzeiten im Freien echte Plagegeister. Von neun Wespenarten sind sieben friedliebend, aber die "Deutsche Wespe" sticht gerne mal zu. Die Apotheker in Remscheid erklären, was im Fall eines Stichs zu tun ist und wie man sich wirksam schützen kann.

Sticht eine Wespe zu, gelangt ihr Gift in den Körper und löst eine allergische Reaktion an der Einstichstelle aus. Die Haut rötet sich, schwillt an und beginnt zu jucken. "Man sollte schnell mit Eis kühlen, um die Schmerzen zu lindern und das Ausbreiten des Giftes zu verhindern", rät Peter Huesmann, Pressesprecher der Apotheker in Remscheid. "Antiallergische Gele oder Cremes wirken abschwellend und sind für die sofortige Selbstmedikation eines Insektenstichs geeignet."

Kratzen ist verboten, weil sich der Juckreiz dadurch eher verstärkt, die durch den Stich bereits geschädigte Haut weiter verletzt werden kann und Krankheitserreger in die Wunde gelangen können. Wenn ein Insektenstich nicht innerhalb weniger Tage abklingt, sich entzündet oder sehr schmerzhaft ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Allergische Reaktionen können lebensbedrohlich sein: Bei einer Allergie gegen Wespengift kann es zu einem sogenannten anaphylaktischen Schock kommen. Mögliche Anzeichen sind Hautschwellungen, Atemnot, Bauchkrämpfe und starker Schwindel. Für solche Notfälle haben Menschen, die um ihre Insektengiftallergie wissen, stets ein Notfallset griffbereit.

Auf mögliche Blutvergiftung achten: Bildet sich nach einem Insektenstich unter der Haut ein roter, schmerzhafter und fortschreitender Strang aus, haben sich die Lymphbahnen nach dem Eindringen von Bakterien in die Wunde entzündet. Wer eine solche rote Linie an sich bemerkt, sollte den Arzt aufsuchen.

Handeln im akuten Notfall

Stiche in Mund und Rachen sind immer ein akuter Notfall, bei dem unverzüglich der Notarzt alarmiert werden sollte. Bis zum Eintreffen des Arztes kann das Lutschen von Eis dazu beitragen, die Schwellung möglichst klein zu halten.

Tipps für den Umgang mit Wespen: Ruhe bewahren, wenn Wespen auftauchen. Wer wild um sich schlägt, muss mit Angriffen rechnen. Wegpusten verboten: Das Kohlendioxid in der Atemluft löst bei Wespen einen Alarmreflex aus und macht sie angriffslustig. Nahrungsmittel abdecken und nur aus Gläsern trinken, Wespen krabbeln häufig in Getränkedosen und können beim Trinken verschluckt werden.

(BM)
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